
Lust auf eine cineastische Zeitreise in die 80er-Jahre? Dann ist MORTAL KOMBAT II eine echte Empfehlung. Die Videospielverfilmung ist so schlecht, dass sie fast schon wieder gut ist. Wäre da nicht der tricktechnische Aufwand, es könnte sich auch um einen „Direct-to-Video“-Actionfilm aus der großen Schwarzenegger-/Stallone-Ära handeln. Nur, dass hier weit und breit kein Superstar mitspielt. Karl Urban bemüht sich zwar redlich, seine Hugh-Jackman-Doppelgänger-Qualitäten auszuspielen, und haut einen Oneliner nach dem anderen raus – allein, gegen das miserable Drehbuch ist er machtlos.
Apropos Drehbuch: Die Geschichte von diversen Helden mit Superkräften ist so dünn, die Charaktere so austauschbar, dass man sie nach fünf Minuten wieder vergessen hat. Avengers für Arme: Einer kann Feuer schleudern, der andere schießt Laserstrahlen aus dem Auge, und der nächste hat einen Todeshammer. Warum, weshalb, wieso? Egal. Man fragt sich, ob die Mortal-Kombat-Produzenten die letzten 20 Jahre unter einem Stein verbracht haben und rein gar nichts aus den komplexen Storylines des Marvel-Franchises gelernt haben.
MORTAL KOMBAT II ist so ziemlich genau das, was man sonst von Paul W. S. Anderson und seiner Gattin Milla Jovovich erwarten würde: hirnlose Hau-drauf-Action, lieblos und ohne Anspruch. Manche finden das unterhaltsam. Wer’s mag: Immerhin gibt es den ein oder anderen schön blutigen Kill.
Originaltitel „Mortal Kombat II“
USA 2026
116 min
Regie Simon McQuoid
alle Bilder © Warner Bros. Pictures Germany