
Und da darf bekanntlich alles eine Nummer größer sein. Regisseur Jon Favreau weiß genau, was die Star-Wars-Jünger wollen: Aliens, Action und ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Im Gegensatz zur dritten Staffel nimmt der selbsternannte Daddy Pedro Pascal zwischendurch sogar mal den Helm ab – wäre ja auch sonst Verschwendung. Daneben gibt’s Hochkaräter wie Sigourney Weaver sowie – allerdings nur in der Originalversion als Voice-Cast – Jeremy Allen White und Martin „Superheldenfilme sind kein richtiges Kino, sondern ein Besuch im Freizeitpark“ Scorsese. Der Beweis, dass man auch im Alter noch seine Meinung ändern darf. Der wahre Star bleibt natürlich trotzdem seine Oberknuffigkeit Baby Yoda aka Grogu.
Nun jammern schon wieder irgendwelche Influencer, der Film wirke wie eine überlange Folge der TV-Serie. Dabei sollte man nicht vergessen, dass „The Mandalorian“ visuell kein klassisches Streamingfutter ist, sondern wie eine steinteure Hollywoodproduktion aussieht.
Auch sonst verfängt die Kritik nicht: Wer sich in den letzten 50 Jahren etwas genauer mit Star Wars beschäftigt hat, weiß, dass George Lucas’ Hauptinspiration für den ersten „Krieg der Sterne“-Film die alten Kintopp-Abenteuerserials der 1930er-Jahre waren. Helden in ausweglosen Situationen, Monster, Cliffhanger. Genau nach diesem Rezept arbeitet auch Jon Favreau. Statt mit epischen Familienerzählungen zu langweilen, wie es zuletzt die drei Star-Wars-Sequels getan haben, besinnt er sich auf die simple Ursprungsidee und hängt eine Actionszene an die nächste. Da brummt einem nach zwei Stunden zwar der Schädel, doch unterhaltsam ist das wie lange nichts mehr im Star-Wars-Universum.
Der Sprung vom Bildschirm auf die große Leinwand ist geglückt: THE MANDALORIAN AND GROGU ist perfekt gemachtes Blockbusterkino. Und schafft das schier Unmögliche: Er bringt die Magie von „Star Wars“ zurück ins Kino.
Originaltitel „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“
USA 2026
132 min
Regie Jon Favereau
alle Bilder © The Walt Disney Company
2 Kommentare
Wow, was für eine Achterbahnfahrt. Ich fand ihn sehr gut und ja viel Magie, Popcorn- und pures Star Wars-Vergnügen!
Zum Glück 4 Punkte. Schaue im am Montag im Zoopalast, dritte Reihe, so wie schon meinen ersten Star Wars Film, Star Wars – Episode IV: Eine neue Hoffnung (1977, Film). Da gab es nur noch Karten für die dritte Reihe, war großartig.