Ticket ins Leben

TICKET INS LEBEN

Kann das Thema „Sterbehilfe" als Komödie funktionieren?

Ab 28. Mai 2026 im Kino

Der alternde Chansonnier Antoine Toussaint (Gérard Darmon) kippt eines Abends auf der Bühne um – Schlaganfall. Kaum erholt, zieht er eine für seine Verhältnisse durchaus logische Konsequenz: Wenn der Körper schon streikt, soll er das wenigstens zu einem selbstgewählten Zeitpunkt tun. Also auf in die Schweiz, zum Sterbehilfeverein. Auf der Reise – so kurz vor dem Tod will man eigentlich seine Ruhe haben – pflanzt sich die aufdringliche Victoire (Valérie Lemercier) auf den freien Sitz gegenüber. Die Frau ist eine Zumutung: frisch aus dem Knast, auf Pille und nonstop am Quasseln. Zwei, die sich gefunden haben: beide einsam, der eine lebensmüde, die andere ein bisschen zu viel. Nach etlichen Hindernissen, darunter ein verlorener Pass und eine Falschmeldung über das Ableben des Stars, kommt es, wie es kommen muss: Vicky erweckt die erloschenen Lebensgeister von Antoine.

Ticket ins Leben

Wer nun findet, dass das alles ziemlich konstruiert klingt – ja, ist es auch. Bei dieser französischen Feel-Good-Komödie über das Sterben sollte man eine gewisse Bereitschaft mitbringen, über Albernheiten und groteske Zufälle hinwegzusehen, die das Drehbuch unbekümmert auf die Zuschauer loslässt. Mit weniger Offenheit, könnte man das Ganze auch schlicht als doof bezeichnen. Und doch: Ein gewisser Charme ist nicht von der Hand zu weisen – wohl vor allem, weil Darmon und Lemercier versuchen, das Beste aus der vorhersehbaren Geschichte zu holen.

Am Ende ist TICKET INS LEBEN genau das, was es sein will: harmlos, aber ganz nett. Wer mehr erwartet, ist selber schuld.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Aimons-nous vivants“
Frankreich 2025
91 min
Regie Jean-Pierre Améris

Ticket ins Leben

alle Bilder © Weltkino

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