Masters of the Universe

MASTERS OF THE UNIVERSE

Was haben Barbie und He-Man gemeinsam? Beide sind aus Plastik, haben Top-Figuren und beide haben den Sprung vom Spielzeugregal auf die große Leinwand geschafft.

Ab 04. Juni 2026 im Kino

Nach der legendär trashigen 80er-Jahre-Verfilmung mit Dolph Lundgren kommt jetzt MASTERS OF THE UNIVERSE als noch trashigere Neuauflage ins Kino.

Dabei ist nicht alles schlecht. Nicholas Galitzine spielt den muskelbepackten Helden mit niedlichem Welpencharme, und auch ein paar Ideen sind ganz nett. Wenn sich die Helden am Ende über einen mäßigen Scherz mit in die Hüften gestemmten Armen vor Lachen biegen, ist das eine charmante Reminiszenz an die Schlussmomente der alten Zeichentrickserie.

Auch die quietschbunten Spezialeffekte funktionieren halbwegs – nur die Maske von Skeletor (Jared Leto spielt ihn angeblich) sieht aus wie vom Wühltisch bei Deko Behrendt. Der schaurig plastikhafte Look passt aber zum knalligen Popkitsch der Vorlage.

Masters of the Universe

Vor allem bleibt MASTERS OF THE UNIVERSE jedoch als Film in Erinnerung, bei dem man gerne die Dialogspur löschen würde. In den lachhaft schlecht geschriebenen Gesprächen über Männlichkeit, Freundschaft und tiefe Gefühle verstecken sich immer wieder unlustige Scherze. Hinzu kommt, dass die wenigen funktionierenden Gags bis zum Erbrechen wiederholt werden. Dass einer der Kämpfer von Eternia „Fisto“ heißt, weil er seine Gegner mit seiner gewaltigen Faust zu Brei klopft, wird gefühlt zwanzigmal gesagt, bis auch der letzte Depp das Wortspiel verstanden hat. Fisto fistet. Hahaha.

Masters of the Universe

Aber natürlich wissen die Macher, dass sie und die Zuschauer eine Geschichte über einen halbnackten Muskelmann mit großem Schwert nicht wirklich ernst nehmen können. Man erwartet fast, dass sich die Schauspieler zur Kamera drehen und zwinkern. Der ständige Unernst sorgt allerdings auch für Gleichgültigkeit.

Alles in allem wirkt die Geschichte von Prinz Adam und seinem Kampf gegen den bösen Skeletor wie ein einziges Kasperletheater. Allenfalls die Generation, die mit der Zeichentrickserie aufgewachsen ist, dürfte dabei feuchte Augen bekommen.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Masters of the Universe“
USA 2026
133 min
Regie Travis Knight

Masters of the Universe

alle Bilder © Sony Pictures

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