You, Me & Italy

YOU, ME & ITALY

Als hätten die Macher von Emily in Paris eine Miracoli-Werbung gedreht

Ab 6. August 2026 im Kino

Anna (Halle Bailey, bekannt aus Arielle, die Meerjungfrau) arbeitet als Housesitterin in New York. Nachdem sie sich für eine Insta-Story Kleidung (inklusive Unterwäsche), Hund und das ganze Leben ihrer Klientin „ausgeliehen“ hat und prompt erwischt wird, steht sie ohne Job und Geld da. Kein Problem: In einer Bar lernt sie den Italiener Matteo kennen und zieht kurzerhand in die Toskana. Das Flugticket lag noch irgendwo zu Hause rum. Dort quartiert sie sich (ohne Matteos Wissen) in dessen Haus ein und gibt sich als seine Verlobte aus. Sehr zur Freude der famiglia. Doch bald macht ihr Matteos Cousin Michael (Regé-Jean Page) schöne Augen.

So viele Klischees in einem Film, das haut selbst den größten Italien-Fan aus den pantofole. Gegen You, Me & Tuscany (Originaltitel) wirkt die Netflix-Serie Emily in Paris wie ein komplexes Strindberg-Stück. Das fängt bei der Besetzung an, geht über die stets sonnengefluteten Bilder, bis zur lachhaft werblichen Ausstattung. Hier fühlt sich nichts authentisch an. Darauf erst mal einen Aperol Spritz!

You, Me & Italy

Rassismus fängt im Kleinen an: Natürlich lernt Anna in Italien einen ebenfalls dunkelhäutigen Mann kennen. Spätestens wenn der Adonis im Weinrebenfeld, von der Sprinkleranlage durchnässt, sein 8-Pack präsentiert, ist es um die kleine Meerjungfrau geschehen. Nasse Wäsche, das wussten schon Take That und die Backstreet Boys, ist bei Frauen der ultimative Türöffner. Die Besetzung von Regé-Jean Page, der zufälligerweise wie der Zwillingsbruder von Emily in Paris-Star Lucien Laviscount aussieht, dürfte ebenfalls der KI eingefallen sein, die das Drehbuch verfasst hat.

You, Me & Italy

YOU, ME & ITALY ist genau die Art von RomCom, bei der man schon ab der ersten Sekunde weiß, was in den nächsten 105 Minuten passieren wird. Dass es doch noch 1,5 Punkte geworden sind, liegt vor allem daran, dass der Film wie eine einzige Tourismuswerbung für die Toskana aussieht: schöne Menschen in schöner Umgebung. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Miracoli macht zwar satt, italienische Küche ist es deshalb noch lange nicht.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „You, Me & Tuscany“
USA 2026
105 min
Regie Kat Coiro

You, Me & Italy

alle Bilder © Universal Pictures International Germany

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