Ice Cream Man

ICE CREAM MAN

Harter Schrott

Ab 6. August 2026 im Kino

Der Eismann ist da. Und seine Fracht ist tödlich. Denn jeder, der sein Eis isst, verwandelt sich in einen mordlustigen Zombie. Wohl dem, der da wegen Laktoseintoleranz verzichten muss.

Wo soll man bei Eli Roths neuem Horrorfilm anfangen? Bei der von „Weapons“ dreist geklauten Idee manipulierter Kinder, die zu mörderischen Bestien werden? Bei der Talentlosigkeit der Schauspieler? Bei den Dialogen, die zum Großteil aus „Oh my God“, „Fuck“ und „They are coming!“ bestehen? Bei den unglaubwürdigen Rettungen in letzter Sekunde – also bei allen gefühlt 500? Oder doch bei der Musik, die klingt wie ein Soundtrack-Restposten der US-Serie „Love Boat“?

Ice Cream Man

Wo Schatten, da auch Licht. Slasher-Freunde (not me), die sich an abgehackten Gliedmaßen, herausgerissenem Gedärm und zu Brei geschlagenen Köpfen in Nahaufnahme erfreuen, kommen hier auf ihre Kosten. Gelungene Zitate aus der Filmgeschichte (Hitchcocks „Die Vögel“, nur dass sich diesmal statt mordlustiger Möwen und Stare eine Kinderschar vom Opfer unbemerkt auf einem Klettergerüst versammelt) und die lustvolle Zerstörung amerikanischen Vorstadtidylls sind spaßige Drehbuchideen.

Ice Cream Man

Dass dann am Ende noch die katholische Kirche samt ihrer Missbrauchsskandale angeklagt wird, kann man als gut gemeint, aber wegen der platten Ausführung als schlecht gemacht abha(c)ken. Eine große Überraschung hält der ICE CREAM MAN allerdings bereit: Schon nach 87 Minuten ist der Spuk vorbei.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Ice Cream Man“
USA 2026
87 min
Regie Eli Roth

Ice Cream Man

alle Bilder © STUDIOCANAL

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