HIRTEN
Warum Schafe so liebenswert sind.
Schafe sind ausgesprochen hübsch, besonders, wenn ihre Köpfe leicht eckig sind.
Schafe sind gemütlich, liefern gute Wolle und schmackhafte Milch.
Schafe haben schöne Stimmen.
Schafe sind Herdentiere, sie lieben die Gemeinschaft.
Schafe sind hochintelligent. Sie lassen zum Beispiel die Hütehunde und den Hirten im Glauben, sie seien die Chefs. Dabei ist es genau umgekehrt.
Schafe sind freundlich und gelassen.
Kein Wunder, dass der kanadische Werbetexter Mathyas (Félix-Antoine Duval) nach einem Burnout beschließt, Schäfer in Südfrankreich zu werden. Denn was kann besser gegen Stress helfen als die Gesellschaft einer flauschigen Herde? Blöd nur, dass er von der Materie keine Ahnung hat.

Wer zuhause sitzt und darüber nachdenkt, dass ein Job und ein Dach über dem Kopf überbewertet sind und ein Leben in der wilden Natur doch viel aufregender wäre, dem sei dieser Film empfohlen. Als reality-check. Denn mit der Abenteuerromantik ist es schnell vorbei. Wenn knappe Finanzen, skeptische Einheimische, Unwetter und Wölfe den Alltag bestimmen, sehnt sich ein Großteil der Aussteiger in spe wahrscheinlich schnell in die beheizte Wohnung zurück.

HIRTEN erzählt eine weitere „Ich bin dann mal weg“-Geschichte, fährt aber nicht die typische Klischeeparade an hilfsbereiten Gutmenschen auf. Hier wimmelt es von eigenwilligen Charakteren, sogar richtig schlimme Zeitgenossen sind dabei. Aber statt Schwarz-Weiß überwiegen Zwischentöne. Erfunden ist das alles nicht: Der Film basiert auf dem autobiografischen Roman „Wo kommst du her, Hirte?“ von Mathyas Lefebure.
Regisseurin Sophie Deraspe findet in der wilden Landschaft der Provence immer wieder beeindruckende Bilder und Schauspieler/Stuntman Félix-Antoine Duval überzeugt als angehender Hirte. Aber die Menschen können sich noch so sehr bemühen: Sie werden von den Schafen glatt an die Wand gespielt. Selbstverständlich.
INFOS ZUM FILM
Originaltitel „Bergers“
Kanada / Frankreich 2024
113 min
Regie Sophie Deraspe
Kinostart 10. September 2026
alle Bilder © Film Kino Text
Kommentare
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Schafe sind nämlich ganz gut, nö?
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Ich denke auch…
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