Adams Acht

ADAMS ACHT

Rudern? Klingt als Sportart eher semi-interessant. ADAMS ACHT versucht trotzdem, daraus großes Gefühlskino zu machen.

Sportfilme laufen fast immer nach dem gleichen Muster ab: Scheinbar chancenlose Außenseiter trainieren hart und wachsen am Ende über sich hinaus. Auch ADAMS ACHT erfindet da das Rad nicht neu.

Karl Adam (Oliver Masucci) trainiert Ende der fünfziger Jahre in Ratzeburg eine Gruppe junger Männer, die es den anderen versnobten Ruderclubs mal so richtig zeigen soll. Weil sportlicher Wettkampf scheinbar nicht genügend Spannung bietet, geht es in ADAMS ACHT außerdem noch um die Nachwehen des Zweiten Weltkrieges, schwierige Familienverhältnisse, alte Nazis, die Teilung Deutschlands und eine traumatisierte Generation. Möglicherweise ein paar große Themen zu viel für einen einzigen Film.

Adams Acht

Das Ganze basiert auf wahren Begebenheiten und ist damit von Natur aus spannender als jedes erfundene Drehbuch. Trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Zu geschniegelt wirkt die Ausstattung, zu glatt die Bilder. Immer wieder erinnern Steadicam-Fahrten und Drohnenshots daran, dass hier Filmemacher von heute auf die fünfziger Jahre zurückblicken. Immerhin überzeugt die Besetzung: Oliver Masucci, Felix Kammerer, Heino Ferch und vor allem Svenja Jung spielen natürlich gut. Nur Leonard Kunz schneidet Grimassen, als wäre er auf die Stummfilmschule gegangen (Foto unten, links).

Adams Acht

Am Ende erinnert das alles ein bisschen an die ZDF-Reihe „Ku’damm“: unecht und verkleidet – aber deshalb nicht weniger unterhaltsam. Vielleicht hätte auch ADAMS ACHT besser als Miniserie funktioniert.

INFOS ZUM FILM

Deutschland 2026
124 min
Regie Hannu Salonen
Kinostart 17. September 2026

Adams Acht

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