AMA-SAN

Kon­tem­pla­ti­on to­tal. Sanft schau­keln­de Boo­te, blau­er Him­mel, das Licht der Nach­mit­tags­son­ne bricht sich in den Wel­len. Drei Da­men fort­ge­schrit­te­nen Al­ters, ei­ne ist schon weit über 80, be­rei­ten sich auf ei­nen Tauch­gang vor. Mat­su­mi, Mayu­mi und Ma­su­mi sind Ama-San – ja­pa­ni­sche Tau­che­rin­nen, die ei­ne spe­zi­el­le Tech­nik be­herr­schen: Sie kön­nen oh­ne die Hil­fe von Sau­er­stoff­fla­schen un­ge­wöhn­lich lan­ge un­ter Was­ser blei­ben. Ih­re Atem­luft reicht aus, See­igel und Mu­scheln mit dem Mes­ser vom fel­si­gen Grund des Oze­ans zu schnei­den und un­be­scha­det wie­der auf­zu­tau­chen.
Lie­be­voll und zu­rück­hal­tend zeich­net Re­gis­seu­rin Va­re­jão in wun­der­schön kom­po­nier­ten Bil­dern das Por­trät drei­er Frau­en, die ei­ner jahr­tau­sen­de­al­ten, vom Aus­ster­ben be­droh­ten Tä­tig­keit nach­ge­hen. Der Do­ku­men­tar­film wech­selt zwi­schen der traum­glei­chen Un­ter­was­ser­welt des Pa­zi­fi­schen Oze­ans und amü­san­ten Be­ob­ach­tun­gen des häus­li­chen All­tags der Prot­ago­nis­tin­nen.

FAZIT

Sanft­mü­ti­ger Blick auf ei­ne fas­zi­nie­ren­de, bei­na­he ver­gan­ge­ne Welt.

Ori­gi­nal­ti­tel "Ama-San"
Por­tu­gal / Ja­pan / Schweiz 2016
112 min
Re­gie Cláu­dia Va­re­jão
Ki­no­start 03. Ok­to­ber 2019