THE DEAD DON'T DIE

In Cen­ter­ville, ei­nem ver­schla­fe­nen Nest ir­gend­wo in den USA, er­he­ben sich ei­nes Nachts die To­ten aus ih­ren Grä­bern. War­um das so ist, weiß nie­mand ge­nau, wahr­schein­lich hat es ir­gend­was mit Frack­ing am Nord­pol und der des­halb ver­scho­be­nen Erd­ach­se zu tun. Egal, wie nicht an­ders zu er­war­ten, fal­len die frisch er­wach­ten To­ten blut­gie­rig über die Ein­woh­ner der Klein­stadt her.

„The Dead Don’t Die“ ist stel­len­wei­se ganz put­zig in sei­ner ty­pisch la­ko­ni­schen Jim Jar­musch-Art, ver­bun­den mit ein biss­chen Um­welt­sün­der- und Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik. Aber Zom­bies als Syn­onym für die in stump­fen Kon­sum­rausch ver­fal­le­ne Mensch­heit zu nut­zen, das hat Ge­or­ge A. Rome­ro schon vor Jahr­zehn­ten bes­ser (und bis­si­ger) ge­macht.

Bill Mur­ray, Adam Dri­ver, Chloë Se­vi­gny, Dan­ny Glover, Til­da Swin­ton, Tom Waits, Se­le­na Go­mez, Ste­ve Bus­ce­mi, Ca­rol Ka­ne: vie­le aus­ge­zeich­ne­te Schau­spie­ler, die we­nig bis gar nichts zu tun ha­ben. Die ver­schwen­de­ten Stars ge­ben sich in teil­wei­se nur se­kun­den­lan­gen Auf­trit­ten die Klin­ke in die Hand.

Jim Jar­musch taugt nicht zum Main­stream. Der kla­mot­ti­ge Film tor­kelt vor sich hin, im Lau­fe der Ge­schich­te wer­den die Ideen zu­neh­mend ab­stru­ser, die han­deln­den Per­so­nen ver­hal­ten sich im­mer ir­ra­tio­na­ler und un­glaub­wür­di­ger. Viel­leicht hat der Re­gis­seur die letz­ten Jah­re im Tief­schlaf ver­bracht und nicht rea­li­siert, dass es mitt­ler­wei­le un­zäh­li­ge (bes­se­re) Zom­bie-Ko­mö­di­en gibt.

FA­ZIT

We­der als in­tel­li­gen­ter Hor­ror­film noch als schrä­ge Ko­mö­die be­frie­di­gend.

Ori­gi­nal­ti­tel „The Dead Don't Die“ 
USA 2019
105 min
Re­gie Jim Jar­musch
Ki­no­start 13. Ju­ni 2019