Climax

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21 Tän­ze­rin­nen und Tän­zer fei­ern ei­ne wil­de Par­ty, am nächs­ten Tag soll es ge­mein­sam auf gro­ße Tour­nee durch Frank­reich und die USA ge­hen. Doch die gu­te Stim­mung kippt, ir­gend­wer hat LSD in die San­gria­bow­le ge­mixt. Nach und nach be­ginnt die Dro­ge zu wir­ken, aus Über­mut wird Angst, dann Pa­ra­noia. Am En­de stei­gern sich Be­geh­ren, Hass und Bru­ta­li­tät bis zum Wahn­sinn.

Zu Be­ginn könn­te man noch den­ken, es han­de­le sich um ei­ne sehr coo­le Fort­set­zung des "Step up"-Franchise. Die jun­gen, at­trak­ti­ven Prot­ago­nis­ten wer­den zu­nächst in kur­zen In­ter­view­schnip­seln vor­ge­stellt. Dar­auf fol­gen zwei fu­rio­se Tanz­sze­nen, bei de­nen man gar nicht glau­ben mag, dass Men­schen zu sol­chen Be­we­gun­gen und Ver­ren­kun­gen fä­hig sind. Da­zu pumpt der 90er-Jah­re-Sound­track – das hat enor­me Kraft.

Dann der Bruch. Kaum hat der un­frei­wil­li­ge LSD-Trip be­gon­nen, wird der Film zu­neh­mend wirr und an­stren­gend. Der Ver­such, den nur im Kopf der Prot­ago­nis­ten statt­fin­den­den Höl­len­trip als wild durch­cho­reo­gra­fier­te Hor­ror­se­quenz auf die Lein­wand zu brin­gen, schei­tert wei­test­ge­hend. Quä­lend, dem im­mer ir­rer und bru­ta­ler wer­de­nen Alp­traum zu­zu­schau­en. Das ge­woll­te Scho­cken lähmt den Film und lässt das In­ter­es­se im­mer wei­ter sin­ken, bis man am En­de nur noch froh ist, dass es vor­bei ist.

FAZIT

Zwie­späl­tig. Die ers­te Hälf­te mit ih­ren aber­wit­zi­gen Cho­reo­gra­fien und in­ter­es­san­ten Fi­gu­ren ist gran­di­os, die zwei­te Hälf­te ein an­stren­gen­der Hor­ror­trip – „Mo­ther!“ für Fort­ge­schrit­te­ne.

Frank­reich, 2018
Re­gie Gas­par Noé
95 min
Ki­no­start 06. De­zem­ber 2018