ETERNITY
Ab 04. Dezember 2025 im Kino
Im Jenseits haben die Verstorbenen eine Woche Zeit, sich zu entscheiden, wo sie die Ewigkeit verbringen möchten. Joan (Elizabeth Olsen) wurde gerade vom Krebs dahingerafft und steht nun vor einer unmöglichen Wahl: Soll sie bei ihrem ebenfalls verstorbenen Ehemann bleiben, mit dem sie ihr Leben verbracht hat (Miles Teller), – oder doch ihrer ersten Liebe (Callum Turner) folgen, der jung im Koreakrieg gefallen ist und seit 67 Jahren auf ihre Ankunft wartet?
ETERNITY ist niedlich und ziemlich unterhaltsam, könnte aber gut eine halbe Stunde kürzer sein. Das Ganze fühlt sich an wie eine auf zwei Stunden gestreckte Twilight Zone-Folge.
Wie die meisten Episoden der legendären Serie basiert auch das Drehbuch von ETERNITY auf einer einzigen, wenn auch cleveren Idee: Statt Himmel oder Hölle wartet im Jenseits schlicht „die Ewigkeit“. Die Toten haben die Qual der Wahl zwischen abertausend Varianten dieser Eternity: eine speziell für Raucher? Eine ganz ohne Männer? Etwas für eingefleischte Satanisten? Oder doch lieber eine ewige Koksparty im Club 54?
Auch die drängende Frage, in welchem Alter man den Rest seiner Zeit verbringen wird, beantwortet der Film überzeugend: es ist das Alter, in dem man am glücklichsten war. Greise sind hier die Ausnahme, Ende 20, Anfang 30 scheint allgemein die Hochphase gewesen zu sein. Aus eigener Erfahrung: Da ist was dran.
ETERNITY ist wie eine Reise in eine bessere Zeit – altmodisch, aber auf angenehme Weise. Nicht nur der Look ist körnig-analog, auch die Botschaft: Der Mann ist tapfer und treu, die Frau muss sich nur endlich mal entscheiden, solange sie nicht gerade hysterisch rumschreit. Naja. Augen zu vor solch reaktionären Rollenbildern.
Neben dem charmanten Trio Elizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner stehlen vor allem John Early und Da’Vine Joy Randolph als „Jenseits-Koordinatoren“ die Show. Einen Fehler allerdings hat die Besetzung: Auch wenn sämtliche Charaktere immer und immer wieder betonen, wie „perfekt“ und unglaublich „handsome“ Callum Turner sei – man sieht es doch mit eigenen Augen – Miles Teller ist eindeutig der besser aussehende Mann.
INFOS ZUM FILM
Originaltitel „Eternity“
USA 2025
112 min
Regie David Freyne
alle Bilder © A24















