MARIA REICHE: DAS GEHEIMNIS DER NAZCA-LINIEN
Die wahre Geschichte von Maria Reiche, die in der peruanischen Wüste weiße Linien entdeckte.
Ab 25. September 2025 im Kino
Weiße Linien in der Wüste? Nein, um Koks geht es hier nicht. Sondern um die junge Dresdnerin Maria Reiche (Devrim Lingnau), die während der 1930er-Jahre als Mathematiklehrerin in Peru arbeitet. Durch den Archäologen Paul (Guillaume Gallienne) stößt sie auf ein Geheimnis in der Wüste von Nazca: gewaltige Bilder, präzise in den Sand gezogen, sichtbar nur aus der Luft. Fasziniert gibt sie ihr Leben in Lima auf und widmet sich fortan der Erforschung dieser Geoglyphen – gegen alle Widerstände und ganz allein.
MARIA REICHE: DAS GEHEIMNIS DER NAZCA-LINIEN erzählt von einer Besessenen und zeigt, wie aus einer Randfigur der Wissenschaft eine nationale Ikone wurde. Peru verdankt einen seiner größten Kulturschätze der Hartnäckigkeit dieser Dresdner Mathematikerin. Devrim Lingnau verkörpert die Getriebene mit großer Intensität. Dem Film gelingt es, die Zuschauer in Reiches konzentrierte, fast manische Welt hineinzuziehen. Man ist förmlich dabei, wenn sie nachts ihre Berechnungen notiert, Mahlzeiten vergisst und immer tiefer in das Rätsel der Nazca-Linienen abtaucht. Die hervorragende Kamera von Gilles Porte fängt dazu die Weite und Kargheit der Wüste in beeindruckenden Bildern ein, ohne je ins Postkartenhafte zu verfallen.
Natürlich zielt die Inszenierung auch aufs breite Publikum: ein Schuss Dramatik, eine zarte (lesbische) Liebesgeschichte. Am stärksten ist MARIA REICHE jedoch, wenn er die Einsamkeit der Forscherin zeigt – unter gleißender Sonne oder funkelndem Sternenhimmel, ganz ohne Ablenkung, als hätte sie den „digital detox“ erfunden, lange bevor es ihn gab.
INFOS ZUM FILM
Originaltitel „Lady Nazca“
Deutschland / Frankreich 2025
99 min
Regie Damien Dorsaz
alle Bilder © TOBIS







