Downton Abbey: Das große Finale

DOWNTON ABBEY: DAS GROSSE FINALE

Downton Abbey: Das große Finale

DOWNTON ABBEY: DAS GROSSE FINALE

Nach 15 Jahren ist Schluss: Eine letzte Reise in die Welt der Adelsfamilie Crawley und ihrer Dienerschaft.

Ab 18. September 2025 im Kino

Menschen, die sich noch nie für Downton Abbey interessiert haben, werden den Abschiedsfilm sterbenslangweilig finden. Familie Crawley? Who? Für Fans der Serie dagegen ist DOWNTON ABBEY: DAS GROSSE FINALE zwei Stunden perfekte Kinounterhaltung.

Downton Abbey: Das große Finale

Upstairs, Downstairs – ein kleiner Rückblick: Sechs TV-Staffeln und zwei Kinofilme lang durfte man den Crawleys und ihrem Personal dabei zusehen, wie sie Tee servieren, um Porzellan streiten und historische Umbrüche erstaunlich unbeschadet überstehen. Tote im Bett, gefallene Dienstmädchen und überraschend auftauchende Cousins sorgten für Drama, während der Butler steif „I’d rather not say, Mylord“ murmelte. Spätestens seit ein Filmteam durchs Schloss stolperte, wusste man: Diese Serie war immer schon die am teuersten produzierte Seifenoper unter den Historiendramen.

Downton Abbey: Das große Finale

Nun also das Jahr 1930: Lady Mary (Michelle Dockery) leidet nach ihrer Scheidung unter gesellschaftlicher Ächtung, Lord Robert Crawley (Hugh Bonneville) unter Finanzsorgen, und Großmutter Violet hat ihre scharfzüngigen Kommentare für immer eingestellt.

Downton Abbey: Das große Finale

Der Film ist ein fabelhafter Abschied von allen Figuren und dem herrlichen Landsitz in der Grafschaft Hampshire. Die Sets strahlen in opulentem Glanz, der Humor bleibt verlässlich britisch trocken. Und das Beste: Der Film spielt tatsächlich in Downton Abbey mit den Originalstars. Keine Reise nach Frankreich oder sonstige Ablenkungen.

Downton Abbey: Das große Finale

Fanservice mal positiv: DOWNTON ABBEY: DAS GROSSE FINALE hat alles, was sich Freunde der Serie erhoffen dürfen. Es ist ein eleganter, emotionaler und befriedigender Abschied.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Downton Abbey: The Grand Finale“
UK / USA 2025
124 min
Regie Simon Curtis

Downton Abbey: Das große Finale

alle Bilder © Universal Pictures International Germany

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Flight Risk

FLIGHT RISK

Flight Risk

FLIGHT RISK

Für die einen ein Anwärter auf die Goldene Himbeere 2025, für die anderen pures Entertainment: Mel Gibsons FLIGHT RISK.

Ab 20. Februar 2025 im Kino

FLIGHT RISK ist ein klassisches B-Picture – genau die Art von Film, die Hollywood seit fast 100 Jahren regelmäßig auf den Markt spuckt. Simpel und unterhaltsam.

Flight Risk

Mark Wahlberg, Michelle Dockery („Downton Abbey“) und Topher Grace geraten in eine klassische Thriller-Kammerspiel-Situation: Polizistin Madolyn (Dockery) hat den Buchhalter Winston (Grace) in Gewahrsam – Hand- und Fußfesseln inklusive. Der Plan: Der Gefangene soll aus dem entlegenen Alaska mit einer gecharterten Cessna in die nächstgrößere Stadt überführt werden. Dort soll er als Kronzeuge gegen einen Mafia-Boss vor Gericht aussagen. Der Pilot (Wahlberg), ein jovialer und etwas geschwätziger Typ, übernimmt die Aufgabe, das klapprige Kleinflugzeug samt ungewöhnlicher Passagiere sicher über die Berge zu steuern. Doch was zunächst wie ein Routinejob wirkt, entwickelt sich bald zu einem nervenaufreibenden Horrortrip.

Flight Risk

Mel Gibson, der ehemalige Superstar, der irgendwann beschloss, seine Karriere durch Saufereien und antisemitische Ausfälle zu zerstören, kehrt zurück. Mit einem schlichten, aber effektiven Thriller. Eine Überraschung, vor allem wenn man bedenkt, dass er als Regisseur eher für Epen wie „Braveheart“ und „Die Passion Christi“ bekannt ist. FLIGHT RISK ist die Art Film, die man spätabends zufällig im Fernsehen entdeckt und dann nicht mehr ausschalten kann. Ja, das ist Trash. Ja, das ist technisch nicht besonders gut gemacht. Aber ja, das ist echt unterhaltsam. Trotz riesiger Logikfehler und zahlloser Unwahrscheinlichkeiten: FLIGHT RISK macht Spaß und ist bis zur letzten Sekunde spannend.

Flight Risk

Ins Kino (früher wäre sowas „direct to video“ gegangen) kommt der Film erst am 20. Februar. Da mit der Berlinale aber wieder eine Flut von täglichen Kritiken ins Haus steht, erscheint diese hier schon zwei Wochen vor dem Start.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Flight Risk“
USA 2024
92 min
Regie Mel Gibson

Flight Risk

alle Bilder © TOBIS

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Vom Ende einer Geschichte – The Sense of an Ending

RÜHRENDE GESCHICHTE

Tony Webster (Jim Broadbent), Anfang 70, geschieden, Typ „knurriger Einzelgänger“. Von seiner schwangeren Tochter (Michelle Dockery) hat er sich schon seit Jahren entfremdet. Auch mit anderen Menschen versteht er sich im Allgemeinen nicht besonders gut. Einziges Hobby ist sein winzig kleiner Fotoladen. Eines Tages wird Tonys Dasein jedoch komplett infrage gestellt: durch einen Brief erfährt er, dass er das Tagebuch seines Jugendfreundes Adrian geerbt hat…

London, 1965. Der noch junge Tony (Billy Howle) verliebt sich in seine Kommilitonin Veronica (Freya Mavor). Die beiden werden ein Paar. Als sich Veronica allerdings in Tonys  besten Freund Adrian (Joe Alvin) verliebt, nimmt er das überraschend gelassen hin und gibt den beiden sogar scheinbar seinen Segen. Doch Monate später erfährt er, dass sich Adrian das Leben genommen hat. Als er nun, viele Jahre später, Veronica (jetzt Charlotte Rampling) wieder trifft, erinnert er sich an seine Taten, die er ein Leben lang verdrängt hat. Langsam beginnt er die tragischen Konsequenzen seines jugendlichen Handelns zu begreifen.

MACHART

Was wäre, wenn nicht immer alles so bleiben müsste, wie es ist? Wenn man sich, egal wie alt, noch ändern und noch glücklich werden könnte? Auf der Antwortsuche nach diesen Fragen nimmt „Vom Ende einer Geschichte“ viele unerwartete Wendungen. Das macht den Film bis zum Schluß überraschend und spannend. Was in einem Rückblick zunächst wie eine harmlose Erinnerung scheint, wird später, durch Fortführung derselben Szene, zu einer schicksalshaften Entscheidung. Diese kluge Verschachtelung der Zeitebenen macht „Vom Ende einer Geschichte“ besonders sehenswert.

FAZIT

Ein Film wie ein gutes Buch. Dazu brilliante Schauspieler in einer rührenden Geschichte. Was will man mehr?

GB, 2017
Regie Ritesh Batra
108 min