Keeper

KEEPER

Keeper

KEEPER

Machen wir uns nichts vor: KEEPER ist ein schlechter Film. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Ab 20. November 2025 im Kino

Der Hauptgrund hat einen Namen: Oz Perkins (der Sohn von Psycho-Star Anthony). Er wurde für seine letzten beiden Werke zwar gefeiert, doch weder Longlegs noch die Stephen-King-Verfilmung The Monkey waren wirklich gute Filme. Die Framerate-Kritiken gibt’s hier noch einmal zum Nachlesen:

LONGLEGS / THE MONKEY.

Statt dazuzulernen, hat Perkins die umgekehrte Richtung eingeschlagen. Er macht das, was er immer macht – nur noch schlechter: Ideen klauen und einen manirierten Pseudo-Arthouse-Stil mit einem Drehbuch mischen, das zwar halbwegs okay anfängt, dann aber immer wirrer wird.

Keeper

Liz und Malcolm planen ein romantisches Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte. Als Malcolm wegen eines medizinischen Notfalls zurück in die Stadt muss, bleibt Liz allein zurück – und merkt schnell, dass sie nicht allein ist. Ein Herzchen auf der beschlagenen Badezimmerscheibe ist nur eines der unaussprechlichen Grauen. Ja, genau: Herzchen, die sich selbst malen. Für die einen niedlich, für die anderen – für Oz Perkins zum Beispiel – Stoff für einen Horrorfilm.

Keeper

KEEPER ist (wieder) eine krude Mischung aus wirren Zitaten, von The Thing über Tanz der Teufel bis Rosemaries Baby. Niemand hat etwas gegen gut geklaut, nur sollte das Ganze irgendwie Sinn ergeben. Drehbuch und Regie vergessen die Grundregel jedes Horrorfilms: Es sollte spannend, im besten Falle sogar gruselig sein.

Keeper

Gruselig ist hier nur die zusammengewurschtelte Handlung: Wirre Story + Charaktere, die einem egal sind = Langeweile. Immerhin taugen die Bilder; Kameramann Jeremy Cox versucht, das Beste aus dem Haunted-Hütte-im-Wald-Setting herauszuholen. Das war’s dann aber auch schon.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Keeper“
USA 2025
99 min
Regie Oz Perkins

Keeper

alle Bilder © DCM

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The Monkey

THE MONKEY

The Monkey

THE MONKEY

Bemüht

Ab 20. Februar 2025 im Kino

„Bemüht“ ist natürlich eine rein subjektive Einschätzung. Manche Zuschauer bezeichnen THE MONKEY sogar als „spaßig“. Nun ja. Objektiv betrachtet erinnert Oz Perkins‘ Verfilmung einer Stephen-King-Kurzgeschichte vor allem an die „Final Destination“-Reihe: Auch hier steigern sich die grotesken Todesfälle ins immer Absurdere. Der entscheidende Unterschied? Bei THE MONKEY – der Titel deutet es bereits an – ist ein dämonischer Spielzeugaffe der Auslöser der blutigen „Unfälle“.

The Monkey

Im Gegensatz zu den tatsächlich spaßigen „Final Destination“-Filmen nervt THE MONKEY mit einem angestrengt künstlerischen Stil. Die zunehmend abstruse Geschichte der Zwillingsbrüder Hal und Bill, die durch das Aufziehen eines Spielzeugaffens furchtbare Todesfälle auslösen, wirkt, als hätte Wes Anderson einen schlechten Tag gehabt. Statt schön spinnerten Ideen gibt’s krampfhafte Originalität.

The Monkey

Oz Perkins konnte letztes Jahr mit „Longlegs“ Kritiker und Publikum gleichermaßen begeistern. Hier bei Framerate stieß der Film allerdings auf Unverständnis und Ablehnung (die Kritik). Die Geschmäcker sind halt verschieden. RuR.

THE MONKEY ist weniger cleverer Arthouse-Horror und mehr eine mittelmäßige Folge von „The Twilight Zone“ – nur leider ohne nennenswerte Spannung. Der Kinostart ist am 20. Februar, aber wegen der Berlinale gibt’s die Kritik schon jetzt.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „The Monkey“
USA 2024
98 min
Regie Oz Perkins

The Monkey

alle Bilder © PLAION PICTURES

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LONGLEGS

LONGLEGS

LONGLEGS

LONGLEGS

Horror mit Nicolas Cage zum Einschlafen.

Ab 08. August 2024 im Kino

Longlegs

Schon die Grundidee löst heftiges Augenrollen aus: FBI-Agentin Lee (Maika Monroe) verfügt über hellseherische Fähigkeiten. So weit, so doof. Ihr Chef betraut sie mit dem Fall eines verrückten Serienmörders, der sich aus Gründen, die niemand versteht (auch der Zuschauer nicht), „Longlegs“ nennt und ganze Familien mit Töchtern, die denselben Geburtstag wie Lee haben, massakriert. Natürlich – so sind die Regeln des Serienkillergenres – soll Lee sein nächstes Opfer werden.

Longlegs

Der Film klaut schamlos: DER ROTE DRACHE, ZODIAC, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER – die Liste ist lang. Ein Mix aus recycelten Ideen kann ja ganz unterhaltsam sein, LONGLEGS ist es nicht. Das liegt vor allem am valiumösen Spiel der Hauptdarstellerin. Der Vergleich zu Jodie Foster als Clarice Starling drängt sich auf, doch fehlt Maika Monroe jeglicher Charme und inneres Feuer. Longlegs selbst wird von Nicolas Cage in Drag mit schlechter Maske und weißer Perücke gespielt. Der Ausnahmeschauspieler ist in der Rolle nicht nur völlig unterfordert, sondern – und das ist das größere Problem – schlicht nicht besonders furchterregend.

Longlegs

Vollkommen unverständlich, weshalb ein Großteil der US-Presse den Film in den höchsten Tönen lobt und sogar vom „besten Horrorfilm des Jahres“ spricht. Regisseur und Drehbuchautor Oz Perkins (Sohn von PSYCHO-Star Anthony Perkins) verwechselt TRUE DETECTIVE-Coolness mit quälender Langeweile. Einzig die Kamera und die unheimliche Grundstimmung machen den Film halbwegs sehenswert. Ansonsten: Skip.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Longlegs“
USA 2024
101 min
Regie Oz Perkins

Longlegs

alle Bilder © DCM

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