The First Purge

BLU­TI­GES PRE­QUEL

"The First Pur­ge" er­zählt, wie die jähr­lich wie­der­keh­ren­den "zwölf Stun­den Ge­setz­lo­sig­keit", oder auch "The Pur­ge", be­gan­nen. Die Par­tei des ul­tra­rech­ten US-Prä­si­den­ten (nein, das ist kein Dok­film) ver­fügt, dass ei­ne Nacht lang al­le Ge­walt­ta­ten straf­frei blei­ben. Oh­ne Kon­se­quen­zen, mit­ma­chen kann je­der. Da­mit soll die Ver­bre­chens­ra­te in den USA für den Rest des Jah­res ge­drückt wer­den. Für 5.000 $ sol­len sich Frei­wil­li­ge ne­on­blaue Kon­takt­lin­sen mit in­te­grier­ter Ka­me­ra ins Au­ge ein­set­zen, da­mit das Mor­den live im Fern­se­hen über­tra­gen wer­den kann. Die Be­völ­ke­rung will zu­nächst nicht mit­spie­len und fei­ert lie­ber Stra­ßen­fest. Des­halb heizt die Re­gie­rung die Ge­walt durch ge­ziel­te At­ta­cken künst­lich an. Was als So­zi­al­ex­pe­ri­ment im New Yor­ker Stadt­teil Sta­ten Is­land be­ginnt, ge­rät so rasch au­ßer Kon­trol­le.

MACHART

Ja, auch die­ser Film hat sei­ne Mo­men­te. Lei­der sind die zu kurz und zu sel­ten. In ers­ter Li­nie wird viel er­schos­sen, auf­ge­schlitzt, ver­brannt und er­schla­gen. Haupt­sa­che blut­rüns­tig. Da­bei bleibt die Span­nung zu­guns­ten bil­li­ger Schock­mo­men­te auf der Stre­cke. Und auch die pseu­do-po­li­ti­sche Bot­schaft ver­pufft in der un­glaub­wür­di­gen Ge­schich­te. We­nigs­tens gibt's was zu la­chen, wenn auch un­frei­wil­lig. Zum Bei­spiel, wenn Held Dmi­t­ri (Y'lan Noel) un­ver­mit­telt Ja­cke und Hemd ab­legt, um im wei­ßen Tank­top – ganz in al­ter „Die Hard“-Tradition – in die Schlacht zu zie­hen. Mit ei­nem Ma­schi­nen­ge­wehr be­waff­net, fast grö­ßer als er selbst. Auch die deut­sche Syn­chro­ni­sa­ti­on sorgt für Er­hei­te­rung, will sie sich doch par­tout nicht zwi­schen hip­per Ju­gend­spra­che, Ghet­to­s­lang und ge­stelz­tem Schrift­deutsch ent­schei­den.

FAZIT

Ins­ge­samt ganz schön men­schen­ver­ach­tend und da­her drö­ge.

USA, 2018
Regie Gerard McMurray
112 min