The Possession of Hannah Grace

Ein Lei­chen­schau­haus bei Nacht. Lan­ge, fins­te­re Gän­ge. Fla­ckern­des Ne­on­licht. Über­lau­te Ge­räu­sche. Ent­stell­te Mord­op­fer, die in ih­rem Kühl­fach wie­der zum Le­ben er­wa­chen.
Das sind die ei­gent­lich viel­ver­spre­chen­den Ver­satz­stü­cke von The Pos­ses­si­on of Han­nah Grace, ei­nem wei­te­ren Ka­pi­tel aus der schein­bar un­end­li­chen Rei­he der „Lei­chen­hal­len­hor­ror­thril­ler“.

Das Re­zept geht dies­mal nicht auf, der neu an­ge­rühr­te Brei aus den be­kann­ten Zu­ta­ten schmeckt fad. Ein paar we­ni­ge, ge­lun­ge­ne Schreck­mo­men­te gibt es zwar, aber so rich­ti­ge wei­ße Fin­ger­knö­chel-Span­nung will nicht auf­kom­men. Der Film schafft es trotz sei­ner sehr kur­zen Lauf­zeit von 86 Mi­nu­ten, zwi­schen­durch lang­wei­lig zu wer­den. Das ist auch ei­ne Kunst. Aber wie oft soll man sich auch er­schre­cken, wenn zum ge­fühlt zwan­zigs­ten Mal die Schub­la­de des Kühl­fachs von selbst aufspringt...und dann...nichts pas­siert? Das hat man al­les schon mal ge­nau­so bzw. bes­ser ge­se­hen.

FAZIT

Freun­de die­ses Su­jets sind mit The Au­to­psy of Ja­ne Doe von 2017 deut­lich bes­ser be­dient. Sehr ähn­li­che Ge­schich­te, aber um ein Viel­fa­ches gru­se­li­ger.

USA, 2018
86 min
Re­gie Di­ede­rik Van Rooi­jen
Ki­no­start 31. Ja­nu­ar 2019