The Smashing Machine

THE SMASHING MACHINE

The Smashing Machine

THE SMASHING MACHINE

Wenn der Fels zerbricht – THE SMASHING MACHINE

Ab 02. Oktober 2025 im Kino

Dass man Dwayne „The Rock“ Johnson mal als verletzlichen Charakterdarsteller sehen würde, hätte vor ein paar Jahren wohl niemand gedacht. Nun aber schlüpft der ehemalige Wrestling-Star in die Rolle des Mixed Martial Arts-Kämpfers Mark Kerr – und siehe da: Der Mann kann mehr, als CGI-Monster verprügeln. In THE SMASHING MACHINE zeigt Johnson eine überraschende Wandlungsfähigkeit: verletzlich, suchend, fast schon zart.

Regie führt Benny Safdie, der schon in Der schwarze Diamant Adam Sandler vom Komiker zum tragischen Helden wandeln konnte. Auch diesmal hat Safdie ein Händchen dafür, einen Schauspieler aus seiner Komfortzone zu locken – und mitten hinein in den seelischen Abgrund. Johnsons Kerr ist ein Berserker im Ring, doch im Leben ein Getriebener, zerrissen zwischen Erfolgsdruck, Rausch und Selbstzerstörung. Es ist eine Paraderolle für Dwayne Johnson, ähnlich mutig, wie zuletzt Pamela Andersons in The Last Showgirl.

The Smashing Machine

An Johnsons Seite: Emily Blunt als Dawn Staples. Mit schöner amerikanischer Tussigkeit sorgt sie dafür, dass die Geschichte nicht in testosterongetränkter Pose versinkt. Und ganz nebenbei hat das Paar Blunt/Johnson eine Chemie, die man eher in einem Indie-Drama vermutet hätte als im MMA-Milieu.

The Smashing Machine

Natürlich sollte man Freund dieses ganz speziellen Sports sein: Brutale Schläge ins Gesicht und Tritte in die Rippen sind nicht jedermanns Sache. Auf Dauer (und es gibt zahllose Kampfszenen in THE SMASHING MACHINE) ist das etwas ermüdend. Interessanter ist vor allem das, was außerhalb des Rings passiert – Beziehungskrisen, Sucht und der Kampf Kerrs gegen seine eigenen Dämonen, die viel schwerer niederzuringen sind als jeder Gegner.

The Smashing Machine

THE SMASHING MACHINE ist nicht nur ein Sportlerdrama, sondern auch eine interessante Antwort auf den DC- und Marveloverkill des Kinos: keine Superhelden, keine Laserstrahlen, kein Weltuntergang. Stattdessen ein Dwayne Johnson, der tatsächlich schauspielern kann. Und das ist – Überraschung! – spannender als jede CGI-Schlacht.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „The Smashing Machine“
USA 2025
123 min
Regie Benny Safdie

The Smashing Machine

alle Bilder © LEONINE STUDIOS

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CLOUDY MOUNTAIN

CLOUDY MOUNTAIN

Kinostart 01. Dezember 2022

Eine riesige Berglandschaft im Südwesten Chinas droht zu kollabieren. Nur der clevere Sprengstoffexperte Yizhou kann gemeinsam mit seinem Vater die Menschheit vor einer Katastrophe retten.

Die Helden sind tapfer, stark und exzellente Multitasker

„Cloudy Mountain“ ist Chinas Antwort auf Dwayne-Johnson-Filme, nur ohne The Rock. Die Großmeister der Kopie haben einen Actionblockbuster produziert, der mehr physikalische Grenzen ignoriert als „San Andreas“ und „Skyscraper“ zusammen. Stürze in einem Bus in ein tiefes Erdloch? Freeclimbing an einer regennassen Felswand? Ein zehn Meter Hechtsprung durch die Luft, um an den Kufen eines vorbeifliegenden Helikopters zu landen? Alles kein Problem, denn die Helden sind tapfer, stark und exzellente Multitasker. Die Krönung ist eine Szene, in der der Hauptdarsteller einen Jeep mit Höchstgeschwindigkeit durch eine enge Serpentinenstraße steuert, während er hoch komplizierte mathematische Gleichungen in seinen Computer hämmert und es um ihn herum hausgroße Felsbrocken regnet. Auf Mensch und Technik ist eben Verlass. Internet ist immer und überall verfügbar, im Reich der Mitte scheint es flächendeckend stabiles Netz zu geben. 5 G sogar im Erdinneren – davon kann unsereins nur träumen.

„Cloudy Mountain“ ist ein Propagandafilm, in dem Sätze wie „Vertrauen Sie der Partei und der Regierung“ fast im Allgemeinlärm untergehen. Auf der Filmdatenbank IMDb hat das Katastrophenepos derart viele 10 von 10 Punkte Jubelbewertungen bekommen, dass man sich fragt, ob Xi Jinping hier persönlich nachgeholfen hat.

Wer über die teils lachhafte Handy-Videospiel-Qualität der Spezialeffekte spotten möchte – bitte schön. Unterhaltsam ist die rasante Achterbahnfahrt trotzdem. In einer Art Rudis Resterampe der Katastrophenfilme werden immer grotesker werdende Actionszenen aneinandergereiht, es bleibt kaum Zeit zum Luftholen. Überwältigungskino in Reinform.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Feng Bao“
China 2021
115 min
Regie Li Jun

alle Bilder © PLAION PICTURES GmbH

Rampage – Big meets Bigger

RIESEN QUATSCH

Eine Raumstation stürzt auf die Erde und setzt dabei grünes Giftgas frei. Kurz darauf mutieren ein Gorilla, ein Wolf und ein Alligator zu riesengroßen Monstern, die drohen, Chicago zu zerstören. Nur der Affenfachmann Davis Okoye (Dwayne Johnson) kann retten, was zu retten ist. Als Stichwortgeber stehen ihm dabei der schwer unterforderte Jeffrey Dean Morgan (bekannt aus „The Walking Dead“) und Naomie Harris als Gen-Forscherin zur Seite.

MACHART

Liebes 12-jähriges Ich, heute möchte ich Dir einen Film empfehlen, der ganz nach Deinem Geschmack sein dürfte: „Rampage“. Es geht um Monster und fiese Wissenschaftler. Der Humor ist ein bisschen pubertär und zotig, aber auch entwaffnend selbstironisch. Bei den Spezialeffekten wirst Du aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen. Schon toll, was heutzutage alles möglich ist. Und ganz bestimmt besser als „King Kong vs. Godzilla“ von 1962, den Du Dir neulich in der Sonntags-Matinee angeschaut hast. Na gut, wenn man ganz genau hinschaut – die Szenen, in denen die menschlichen Charaktere mit den Monstern interagieren, sehen ein bisschen fake aus, aber sonst…Zum Glück gibt’s auch keine nervige Liebesgeschichte (Augenroll), außer der zwischen „The Rock“ und seinem Albinoaffen.

Eins noch: Die „Bösen“ (Malin Akerman und Jake Lacy als Geschwisterpaar) sind in „Rampage“ wirklich schlecht. Charakterlich und schauspielerisch. Die beiden chargieren, als ob sie in einer sehr miesen 80er-Jahre Soap mitspielen würden.

Ansonsten: Großer Unsinn, großer Spaß!

FAZIT

Bloss nicht nach Logik fragen, einfach unterhalten lassen.

USA, 2018
Regie Brad Peyton
107 min