PORT AUTHORITY

In Ber­lin-Kreuz­berg wer­den Kur­se an­ge­bo­ten, FAZ und SPIE­GEL schrei­ben dar­über: Der von Ma­don­na be­rühmt ge­mach­te Tanz­stil "Vogue" hat es ins Jahr 2020 ge­schafft. Spä­tes­tens seit der preis­ge­krön­ten Net­flix-Se­rie „Po­se“ fei­ert der En­de der 1970er-Jah­re in New York ent­stan­de­ne Aus­drucks­tanz mit at­ti­tu­de ein Come­back.

Wye und ih­re Freun­de stri­ken the po­se vor dem Bus­bahn­hof Port Aut­ho­ri­ty in Man­hat­tan. Paul, der ei­nem un­glück­li­chen Le­ben in Pitts­burgh ent­flo­hen ist, schaut zu und schock­ver­liebt sich in die jun­ge Schwar­ze. Weil er vom Land kommt, merkt er nicht, dass sei­ne An­ge­be­te­te trans ist. Die mas­ku­li­ne Stimm­la­ge oder ihr wil­des Le­ben in der LGBTQ-Sub­kul­tur hät­ten Hin­wei­se sein kön­nen, aber Lie­be macht be­kannt­lich blind. Nur ein paar Lü­gen und Miss­ver­ständ­nis­se spä­ter taucht Paul an der Sei­te sei­ner neu­en Freun­din in die glit­zern­de Welt der Ball­room-Com­mu­ni­ty ein.

So rich­tig zün­den will die Love­sto­ry zwi­schen der schil­lern­den, selbst­be­wuss­ten Trans­gen­der-Frau und dem stoi­schen Loo­ser-Boy aus der Pro­vinz nicht. Das Dreh­buch hol­pert stel­len­wei­se hef­tig, und ob das Schau­spiel der Dar­stel­ler au­then­tisch oder höl­zern ist, liegt im Au­ge des Be­trach­ters.
An­sons­ten ist "Port Aut­ho­ri­ty" ein stim­mungs­vol­ler, et­was düs­te­rer (auch was die Be­lich­tung an­geht) New York-Film – kann man sich an­schau­en.

FAZIT

Der von Mar­tin Scor­se­se mit­pro­du­zier­te Can­nes-Bei­trag 2019 teilt das Schick­sal vie­ler Fil­me in die­sem An­nus Hor­ri­bi­lis und er­scheint nur als VoD.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel "Port Aut­ho­ri­ty"
OmU
USA 2019
101 min
Re­gie Da­ni­elle Les­so­vitz
ab 17. De­zem­ber als VoD er­hält­lich

al­le Bil­der © Edi­ti­on Salz­ge­ber