MORBIUS
Stimmt es? Ist Morbius wirklich so schlecht?
Der Film erzählt eine ergreifende symbiotische Beziehungsgeschichte zwischen jung und alt. Weniger euphemistisch könnte man sagen, „Come on Come on“ bietet neben einem altklugen Kleinkind einen ganzen Strauß deprimierender Themen.
„Blue Bayou“ balanciert auf einem schmalen Grat zwischen zu viel Inhalt (Abschiebung, Verbrechen, Familienstreit, Kindheitstrauma) und sentimentaler Manipulation.
Düster, düsterer, The Batman. Matt Reeves neuer Fledermausfilm ist eine Grungedystopie mit „Seven“-Horror.
„King Richard“ ist ein fesselndes, gut gemachtes Drama mit erstklassiger Besetzung. Sollte man sich ansehen, auch wenn man Tennis nichts abgewinnen kann.
Gelegenheitsjobs, Wasserbetten, Barbra Streisand und Trucks im Leerlauf – die 133 Minuten sind voller Überraschungen. Mit seinen messerscharfen Beobachtungen erinnert Paul Thomas Andersons Film an einen der vielschichtigen Romane von Jonathan Franzen.
Das war nicht schwer: „Resurrections“ ist besser als „Reloaded“ und „Revolutions“, die visionäre Kraft des Originals bleibt unerreicht.
Selten wurde im Vorfeld einer Marvel-Produktion so viel um die Besetzung spekuliert wie beim neuen „Spider-Man: No Way Home“. Diesmal gerät der freundliche Held aus der Nachbarschaft ins Multiversum, wo diverse Varianten seiner Vergangenheit und eventuell auch seiner selbst auf ihn warten. Ist kompliziert.
An Steven Spielbergs Neuverfilmung ist nichts falsch. Die Kostüme strahlen in allen Farben des Regenbogens, die Sets stimmen bis ins kleinste Detail, Choreografie und Gesang sind spotless. Alle beteiligten Gewerke sind auf der Höhe ihrer Schaffenskunst. Und dennoch fragt man sich während der gesamten 155 Minuten: Warum?
BAM, BAMM, BAAM
„Ghostbusters: Legacy“ ist die perfekte Reinkarnation eines Steven Spielberg-Films aus der ET-Poltergeist-Ära. Die Kinderdarsteller sind perfekt gecastet, die Dialoge witzig, die Geschichte spannend und der Soundtrack von Rob Simonsen weckt nostalgische John-Williams-Gefühle.
Der überraschende Tod von James Gandolfini vor acht Jahren war das endgültige Aus für alle Pläne, die preisgekrönte HBO-Serie „The Sopranos“ fortzusetzen. Deren Ende (ein schlichter Schnitt auf schwarz), wird von Fans bis heute als entweder enttäuschend oder genial empfunden. Statt das überraschend abrupte Ende aufzuklären, gibt es nun eine Reise zu den Anfängen.
Der schönste Tag 2021 war der 4. Oktober: Facebook, Instagram und WhatsApp gingen für sieben Stunden offline. Die Welt konnte durchatmen. Was für ein Segen! Das Grundübel begann schon 2007 mit der Einführung des iPhones. Apple hat die Menschen zu Smombies (© Jugendwort 2015) gemacht. Erstaunlich, dass die längst überfällige Abrechnung nun ausgerechnet in Form eines leicht zuckrigen Animationsfilms im Appledesign daherkommt.
Die Hauptrolle in der Broadway-Musicalverfilmung spielt der 28-jährige Ben Platt. Die Figur, die er spielt, soll ein 17-jähriger Highschoolschüler sein. Ben Platt sieht trotz bleich geschminktem Gesicht, aufgetufften Haaren und Kinderklamotten wie ein Mittdreißiger mit Doppelkinn aus. Creepy!
Heute mit kleinem Latinum
Venoms pränormatives Interesse gilt dem Phänomen der Rache in seiner historischen und begriffsgeschichtlichen Genese, seiner ethnologisch und kulturanthropologisch fundierten Ausprägung und seinen Darstellungsformen im Bereich des Imaginären.