MA

"MA – sie sieht al­les". Denn Sue "Ma" Ann be­herrscht So­cial Me­dia und hat so ih­re Op­fer stets im Blick. Und das, ob­wohl sie schon Ü30 ist! Voll lit, die Al­te.

Mag­gie, die ge­ra­de mit ih­rer Mut­ter in ei­ne to­des­lang­wei­li­ge Klein­stadt nach Ohio ge­zo­gen ist, will mit ein paar neu­en Freun­den Par­ty ma­chen. Da al­le un­ter 21 sind, fra­gen sie die zu­fäl­li­ger­wei­se des We­ges kom­men­de Sue Ann, ob sie wohl so nett wä­re, im Su­per­markt ein paar Fla­schen Schnaps zu kau­fen. Die ist selbst mal jung ge­we­sen und über die Ma­ßen er­freut, aus­hel­fen zu kön­nen. Sie bie­tet so­gar an, das Sauf­ge­la­ge in ih­rem Haus, re­spek­ti­ve Kel­ler statt­fin­den zu las­sen. Man ahnt, das nimmt kein gu­tes En­de.

Jung, hübsch und dau­er­hor­ny. Teen­ager, die für ih­re er­wa­chen­de Se­xua­li­tät und Fei­er­freu­de be­straft wer­den: Da steht „Ma“ ganz in der Tra­di­ti­on des gu­ten, al­ten 70/​80er Jah­re „Frei­tag der 13.“ und „Halloween“-Horrors. Im Ge­gen­satz zu de­ren oft zweit­klas­si­gen Schau­spie­lern kann "Ma" mit ei­ner A‑Liga Be­set­zung auf­war­ten. Ju­li­et­te Le­wis gibt sehr glaub­haft die White­trash-Mut­ti mit Herz. Nur Oc­ta­via Spen­cer ist un­ter- oder über­for­dert. Ob es an der Re­gie von Ta­te Tay­lor liegt, oder ob sie ih­re Rol­le selbst nicht ernst neh­men kann – als durch­ge­dreh­te Psy­cho­path­in ist die Os­car­preis­trä­ge­rin we­nig über­zeu­gend.

FAZIT

„Ma“ ist ein halb­wegs so­li­der Hor­ror-Thril­ler mit ein paar net­ten Schock­mo­men­ten.

Ori­gi­nal­ti­tel "Ma"
USA 2019
99 min
Re­gie Ta­te Tay­lor
Ki­no­start 30. Mai 2019