Mein Bester & Ich

Der stein­rei­che Phil­ip (Bryan Cran­s­ton) ist nach ei­nem Pa­ra­gli­ding­un­fall vom Hals ab­wärts ge­lähmt. Von sei­nen bis­he­ri­gen Gut­mensch-Pfle­ge­kräf­ten hat er die Na­se gründ­lich voll, des­halb en­ga­giert er spon­tan den Ex-Gangs­ter Dell (Ke­vin Hart) als neue Kran­ken­schwes­ter – ob­wohl der kom­plett un­qua­li­fi­ziert ist und ei­gent­lich kei­ne Lust auf den Job hat. Doch die Be­zah­lung ist sen­sa­tio­nell und als Sah­ne­häub­chen gibt es so­gar noch ein Zim­mer im Lu­xus­ap­part­ment oben­drauf. Wer kann da­zu schon Nein sa­gen?
Ge­gen­sät­ze zie­hen sich an: Nach den üb­li­chen an­fäng­li­chen Kab­be­lei­en ler­nen sich die Män­ner schnell zu schät­zen und wer­den (ziem­lich bes­te) Freun­de.

Die Vor­la­ge lie­fert ei­ner der er­folg­reichs­ten fran­zö­si­schen Fil­me der letz­ten Jah­re. Das nun in den Ki­nos star­ten­de US-Re­make schim­melt schon seit zwei Jah­ren im Re­gal, das könn­te zu den­ken ge­ben. Mein Bes­ter & Ich ist trotz­dem halb­wegs okay, was vor al­lem an sei­nem Haupt­dar­stel­ler liegt: Bryan Cran­s­ton ist ei­ner der Schau­spie­ler, die das viel zi­tier­te Te­le­fon­buch vor­le­sen könn­ten. Ke­vin Hart da­ge­gen neigt zum over­ac­ting und hat bei Wei­tem nicht das Cha­ris­ma des fran­zö­si­schen Ori­gi­nal­dar­stel­lers Omar Sy. Und weil sie ge­ra­de sonst nichts zu tun hat­te, wird Ni­co­le Kid­man in ei­ner un­dank­ba­ren Ne­ben­rol­le ver­heizt.

FAZIT

Zwi­schen tra­gi­ko­misch und al­bern chan­gie­rend, haupt­säch­lich we­gen Bryan Cran­s­ton se­hens­wert.
Über­flüs­si­ge Neu­ver­fil­mung – Ziem­lich bes­te Freun­de von 2011 bleibt der bes­se­re Film.

USA 2017
126 min
Re­gie Neil Bur­ger
21. Fe­bru­ar 2019