CHAOS WALKING

„Cha­os Wal­king“ ist ein wan­deln­des Cha­os, in­de­ed. Die Idee mag im Ro­man noch funk­tio­niert ha­ben, auf der Lein­wand nervt sie schon nach we­ni­gen Mi­nu­ten: Noch so ba­na­le Ge­dan­ken oder Über­le­gun­gen ma­ni­fes­tie­ren sich als bun­te Par­ti­kel­wol­ke um die Köpf der Men­schen und je­der kann die Ge­dan­ken des an­de­ren hö­ren und se­hen.

Todd He­witt (Spi­der­man Tom Hol­land) lebt auf ei­nem fer­nen Pla­ne­ten in ei­ner Ge­sell­schaft, in der es kei­ne Frau­en mehr gibt. Die sind al­le tot, schein­bar von bös­ar­ti­gen Ali­ens er­mor­det. Ei­nes Ta­ges crasht das Raum­schiff von Vio­la (Dai­sy Rid­ley) auf dem Pla­ne­ten. Schlecht für sie, denn Frau­en kön­nen ih­re Ge­dan­ken ver­ber­gen und wer­den da­her als Be­dro­hung an­ge­se­hen. Die Män­ner re­agie­ren aus­ge­spro­chen feind­se­lig auf die Frem­de. Bald wird Vio­la vom ober­fie­sen Bür­ger­meis­ter der Stadt (Mads Mik­kel­sen, wie im­mer gut) zur Jagd frei­ge­ge­ben. Der spon­tan­ver­lieb­te Todd will sei­ner An­ge­be­te­ten hel­fen.

Nein, das Her­stel­lungs­jahr wei­ter un­ten ist kein Tipp­feh­ler, „Cha­os Wal­king“ wur­de tat­säch­lich schon 2017 ge­dreht. Zwei Jah­re spä­ter gab es noch mal ei­nen Nach­dreh, wohl um zu ret­ten, was zu ret­ten ist. Der Ki­no­start wur­de et­li­che Ma­le ver­scho­ben, teils Co­ro­na-be­dingt, tat­säch­lich aber, weil das Stu­dio er­kannt hat, dass der Film nichts taugt. Die Zu­ta­ten zum De­sas­ter: Bö­se­wich­ter mit nicht nach­voll­zieh­ba­rer Mo­ti­va­ti­on, Cha­rak­te­re, die kom­men und ge­hen, oh­ne für die Ge­schich­te ei­ne Rol­le zu spie­len, dys­to­pi­sche Kli­schees zu­hauf und pla­ne­ten­gro­ße Lö­cher im Dreh­buch. „Cha­os Wal­king“ ist lei­der nicht ein­mal ein un­ter­halt­sa­mes B‑Movie.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Cha­os Wal­king“
USA 2017
108 min
Re­gie Doug Li­man
Ki­no­start 17. Ju­ni 2021

al­le Bil­der © STU­DIO­CA­NAL

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