Kinostart 03. November 2022

Ir­gend­wann in na­her Zu­kunft in New Me­xi­co: Die ge­bür­ti­ge Ira­ne­rin Si­min ar­bei­tet als Fak­ten­prü­fe­rin und "Traum­fän­ge­rin" für das US-Zen­sus­bü­ro. Ih­re Auf­ga­be be­steht dar­in, von Haus zu Haus zu ge­hen und die Men­schen nach ih­ren Träu­men zu be­fra­gen. In ih­rer ei­ge­nen Woh­nung ver­klei­det sie sich abends als die Per­so­nen, die sie in­ter­viewt hat, und über­setzt de­ren Traum­aus­sa­gen ins Far­si. Die­se Per­for­mance lädt sie dann on­line auf ei­ner So­cial-Me­dia-Platt­form hoch. Klingt nach Kunst? Ist es auch.

Sanf­te An­lei­hen bei Lu­is Bu­ñuel und deut­li­che­re An­lei­hen bei Da­vid Lynch ma­chen „Land of Dreams“ vor al­lem vi­su­ell in­ter­es­sant. Mit pro­mi­nen­ten Schau­spie­lern wie Matt Dil­lon (als zy­ni­scher Bo­dy­guard) und Isa­bel­la Ros­sel­li­ni, die co­vid­be­dingt nur ei­ne Gast­rol­le per Mo­ni­tor­zu­schal­tung hat, er­zählt die Re­gis­seu­rin Shirin Nes­hat (Co-Re­gie: Sho­ja Aza­ri) ei­ne sur­rea­le Ge­schich­te, die sich in 113 Mi­nu­ten et­was zu lang ent­fal­tet. Trotz des über­be­ton­ten The­mas vom „Staat, der die Träu­me sei­ner Bür­ger kon­trol­lie­ren will“, sind es die poe­ti­schen Bil­der und die Mu­sik von Mi­cha­el Brook, die „Land of Dreams“ se­hens­wert ma­chen.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Land of Dreams“
Deutsch­land / USA 2021
113 min
Re­gie Shirin Nes­hat und Sho­ja Aza­ri

al­le Bil­der © W‑Film

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