DA SCHEIDEN SICH DIE GEISTER

DA SCHEIDEN SICH DIE GEISTER

Der Kri­mi-Best­sel­ler­au­tor Charles (Dan Ste­vens) lei­det un­ter ei­ner Schreib­blo­cka­de. Auf der Su­che nach In­spi­ra­ti­on lädt er die ex­zen­tri­sche Mys­ti­ke­rin Ma­dame Acar­ti (Ju­di Dench) ein, ei­ne Sé­an­ce in sei­nem Haus ab­zu­hal­ten. Zu sei­ner gro­ßen Über­ra­schung be­schwört Ma­dame Acar­ti ver­se­hent­lich den Geist sei­ner ver­stor­be­nen Frau El­vi­ra (Les­lie Mann) her­auf. Charles fin­det sich un­ver­se­hens in ei­ner kom­pli­zier­ten Drei­ecks­be­zie­hung mit sei­ner neu­en Ehe­frau Ruth (Is­la Fi­sher) und der ver­stor­be­nen Ex.

Tur­bu­lent, durch­ge­dreht, ab­surd: Für ei­ne Screw­ball-Ko­mö­die braucht es Mut zum Irr­sinn. Da­von ist bei „Da schei­den sich die Geis­ter“ be­dau­er­li­cher­wei­se nichts zu spü­ren. Mau­es Dreh­buch, maue Bil­der, mau­er Film. Wie es rich­tig geht, hat Ro­bert Ze­me­ckis schon vor 30 Jah­ren mit „Der Tod steht ihr gut“ ge­zeigt, ei­ner Ge­schich­te mit ähn­li­cher Kon­stel­la­ti­on.

Die Schau­spie­ler be­mü­hen sich, der holp­ri­gen Re­gie und der un­in­spi­rier­ten In­sze­nie­rung et­was ent­ge­gen­zu­hal­ten. Das führt be­son­ders bei Dan Ste­vens zu hef­ti­gem over­ac­ting, ein bes­se­rer Re­gis­seur hät­te da die Zü­gel straf­fer ge­hal­ten.

Viel zu harm­los und oh­ne je­mals rich­tig in Fahrt zu kom­men, al­bert sich der Film mit un­pas­send mo­der­ni­sier­ten Gags sei­nem En­de ent­ge­gen. Je­de ver­sem­mel­te Poin­te oder nicht zün­den­de Dia­log­sze­ne weckt da­bei schmerz­haf­te Er­in­ne­run­gen an das bis­si­ge Ori­gi­nal-Thea­ter­stück von No­ël Co­ward aus den 1940er-Jah­ren.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Bli­the Spi­rit“
GB 2020
96 min
Re­gie Ed­ward Hall
Ki­no­start 22. Ju­li 2021

al­le Bil­der © Koch Films