The Ballad of Wallis Island

THE BALLAD OF WALLIS ISLAND

The Ballad of Wallis Island

THE BALLAD OF WALLIS ISLAND

Die ewige Lieblingsfrage: Was würdest Du tun, wenn Du ein paar Millionen im Lotto gewinnst?

Ab 10. Juli 2025 im Kino

Zuerst mal eine Weltreise. Wenn die aber zu lange dauert, ist das Geld irgendwann weg. Also den nächsten Lottoschein ausfüllen – und wieder gewinnen! Diesmal wird investiert: in ein altes Herrenhaus auf einer fast unbewohnten Insel namens Wallis. Charles (Tim Key), ein etwas weltfremder Glückspilz, hat immer noch was übrig und erfüllt sich einen Kindheitstraum: ein Privatkonzert seiner Lieblingsband McGwyer Mortimer. Dumm nur, dass die sich schon vor Ewigkeiten aufgelöst hat.

The Ballad of Wallis Island

Was Milliardäre über Jahrzehnte mit ABBA vergeblich versuchten, gelingt Charles mit einer halben Millionen Pfund. Herb McGwyer (Tom Basden) ist käuflich – nur steht er seit Jahren nicht mehr mit seiner früheren Duettpartnerin Nell Mortimer (Carey Mulligan) auf der Bühne. Die Trennung war – wie bei ABBA – eher unfreundlich.

The Ballad of Wallis Island

Freunde des Actionkinos werden nach zehn Minuten eingeschlafen sein – James Griffiths’ Dramödie ist ausgesprochen langsam erzählt. Aber langsam muss nicht schlecht sein. Auch wenn’s anfangs etwas holpert: Die Prämisse zu absurd, Tim Key als Charles fast zu niedlich, und als Herb bei der Ankunft vom Boot ins Wasser fällt, droht Klamauk. Doch das bleibt die Ausnahme. Spätestens mit Carey Mulligans Auftritt und dem ersten gemeinsam gesungenen Lied findet der Film seinen Ton – und sein Herz. Ohne Kitsch, ohne Pathos.

THE BALLAD OF WALLIS ISLAND ist schön schrullig und ein bisschen Weinen und Lachen sind auf jeden Fall drin.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „The Ballad of Wallis Island“
GB 2025
99 min
Regie James Griffiths

The Ballad of Wallis Island

alle Bilder © Universal Pictures International Germany

JETZT ZUM NEWSLETTER ANMELDEN

PROMISING YOUNG WOMAN

PROMISING YOUNG WOMAN

PYW, wie wir Akronymjunkies sagen, ist einer diese WTF?-Filme.
„Promising Young Woman“ morpht als Genremix von einer Rachegeschichte über eine Romcom zu einem ausgewachsenen Psychothriller ohne Happy End. Langweilig ist das zu keiner Sekunde. What the F… ist also durchaus positiv gemeint. 

Cassandra (Carey Mulligan) ist die titelgebende vielversprechende junge Frau. Tagsüber jobbt sie in einem Coffeeshop, abends besucht sie Bars und Clubs. Dort hängt sie betrunken in der Ecke rum, scheinbar nicht mehr Herrin ihrer Sinne. Und da gibt es dann immer diesen einen Mann, der sie noch auf einen Absacker mit zu sich nach Hause nehmen will. Doch die vermeintlich leichte Beute entpuppt sich als gnadenloser Racheengel. Warum, weshalb, wieso enthüllt Emerald Fennell in ihrem clever konstruierten Debütfilm Schicht um Schicht. Als Zuschauer ist man neugierig, wie sich die seltsame Geschichte weiterentwickelt, gleichzeitig fürchtet man sich vor dem, was da hinter der nächsten Ecke als Enthüllung lauert. Strukturell hat das gewisse Ähnlichkeiten mit der von Fennell produzierten Serie „Killing Eve“.

„Promising Young Woman“ in einem Satz: Eine Frau sieht rosa. Verpackung und Inhalt sind komplett konträr – Cassandra bewegt sich durch eine bonbonfarbene Welt, während sie eiskalt Rache übt. Carey Mulligan spielt die Frau mit den vielen Gesichtern brillant.

Selbst die wiederliche deutsche Synchronfassung (in der alle immer ein bisschen zu werblich sprechen) kann den positiven Eindruck nicht trüben: Schräge Geschichte, ungewöhnliche Umsetzung, spannender Thriller.

INFOS ZUM FILM

Originaltitel „Promising Young Woman“
USA  2020
114 min
Regie Emerald Fennell
Kinostart 19. August 2021

alle Bilder © Universal Pictures International Germany