MALASAÑA 32 – HAUS DES BÖSEN

MALASAÑA 32 – HAUS DES BÖSEN

„Ma­la­sa­ña 32 – Haus des Bö­sen“ hat al­les, was ein ech­ter Haun­ted-House-Thril­ler braucht: dunk­le Kor­ri­do­re, knar­zen­de Schau­kel­stüh­le, schrill klin­geln­de Te­le­fo­ne und na­tür­lich ei­nen bö­sen Geist.

Im Jahr 1976 zie­hen die Ol­me­dos von ih­rem Hei­mat­dorf in die spa­ni­sche Haupt­stadt Ma­drid. Die Fa­mi­lie kauft ein mö­blier­tes Apart­ment in der be­gehr­ten Cal­le de Ma­nue­la Ma­la­sa­ña. Dort hof­fen die Sechs auf ei­nen Neu­an­fang. Doch schon bald müs­sen sie fest­stel­len, dass in ih­rer neu­en Woh­nung et­was ganz und gar nicht stimmt.

In­sze­na­to­risch ist das al­les kein Neu­land: Die oft ge­se­he­nen Ver­satz­stü­cke kennt man aus „Ami­ty­ville Hor­ror“ und vor al­lem der „Conjuring“-Serie. Der 5‑jährige Ra­fa sieht als ers­ter Ge­spens­ter – Kin­der ha­ben für so was An­ten­nen, das weiß man spä­tes­tens seit “Pol­ter­geist”. Ori­gi­nell geht an­ders. „Ma­la­sa­ña 32“ ist trotz Dreh­buch­schwä­chen und zu vie­ler Jumps­ca­res ein stim­mungs­vol­ler Hor­ror­film: Die Ku­lis­sen, die Farb­ge­bung, die Ka­me­ra­füh­rung – vi­su­ell ist der Film her­aus­ra­gend und er­in­nert an ei­ne Guil­ler­mo del To­ro-Pro­duk­ti­on.

FAZIT

Ei­ne klei­ne Pri­se Ex­tra­gru­sel gibt es oben­drauf: An­geb­lich ba­siert die Ge­schich­te auf wah­ren Be­ge­ben­hei­ten.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Ma­la­sa­ña 32“
Spa­ni­en 2019
104 min
Re­gie Al­bert Pin­tó
Ki­no­start 17. Ju­ni 2021

al­le Bil­der © STU­DIO­CA­NAL

ANNABELLE 3

Seit 2013 hat sich das Con­ju­ring-Uni­ver­se zu ei­ner Geld­druck­ma­schi­ne ent­wi­ckelt. Sein größ­ter Star ist An­na­bel­le. Die gars­ti­ge Pup­pe hat mitt­ler­wei­le ih­re ei­ge­ne Film­rei­he, jetzt kommt der drit­te Teil in die Ki­nos.

Ed und Lor­raine War­ren (Pa­trick Wil­son und Ve­ra Far­mi­ga) ha­ben ge­ra­de wie­der ei­nen Fall ab­ge­schlos­sen. Um Teu­fels­pup­pe An­na­bel­le dar­an zu hin­dern, wei­te­ren Scha­den an­zu­rich­ten, neh­men sie sie mit zu sich nach Hau­se – kei­ne gu­te Idee. In ei­nem ver­rie­gel­ten Ar­te­fak­te-Raum be­zieht An­na­bel­le ei­ne Vi­tri­ne, „si­cher“ un­ter­ge­bracht hin­ter hei­li­gem Glas, das zu­sätz­lich von ei­nem Pries­ter ge­weiht wur­de.

Schlech­te Idee, die Zwei­te: Als Ed und Lor­raine zu ei­nem neu­en Fall ge­ru­fen wer­den, las­sen sie ih­re 10-jäh­ri­ge Toch­ter Ju­dy mit der nicht viel äl­te­ren Ba­by­sit­te­rin Ma­ry El­len zu Hau­se zu­rück. Die wie­der­um hat ih­re bes­te Freun­din Da­nie­la im Schlepp­tau, ein Mäd­chen, das sich un­glück­li­cher­wei­se nicht an Re­geln hält und (zu) sehr für die Geis­ter­welt in­ter­es­siert.

FAZIT

„An­na­bel­le 3“ ist ein größ­ten­teils vor­her­seh­ba­rer, nicht über­trie­ben ori­gi­nel­ler Gen­re­film. Trotz der ti­ti­see­gro­ßen Plot­ho­les gibt es ein paar ori­gi­nel­le Schock­mo­men­te, nett ge­mach­te, alt­mo­di­sche Ef­fek­te und so­mit halb­wegs an­nehm­ba­re Gru­sel­stim­mung.

Ori­gi­nal­ti­tel "An­na­bel­le Co­mes Home"
USA 2019
106 min
Re­gie Ga­ry Dau­ber­man
Ki­no­start 04. Ju­li 2019