DIE PERFEKTE EHEFRAU

DIE PERFEKTE EHEFRAU

„Ei­ne gu­te Ehe­frau er­füllt stets ih­re täg­li­chen Pflich­ten. Die­se sind Ko­chen, Bü­geln, Nä­hen, Haus­ar­beit und zwar im­mer in völ­li­ger Auf­op­fe­rung und oh­ne sich zu be­schwe­ren.“ Nur ei­ner von sie­ben Grund­sät­zen für die per­fek­te Ehe­frau.

Wäh­rend in Pa­ris die Re­vo­lu­ti­on auf den Stra­ßen tobt, wer­den im pro­vin­zi­el­len El­sass En­de der 60er-Jah­re Groß­mutters Weis­hei­ten ge­pre­digt. In der Haus­halts­schu­le Van der Beck ti­cken die Uh­ren noch im al­ten Takt. Nach­dem der Lei­ter des In­sti­tuts an ei­nem Ka­nin­chen­kno­chen er­stickt ist, er­fährt sei­ne scho­ckier­te Frau Pau­let­te, dass die Schu­le vor dem Ru­in steht. Nur ih­re Ju­gend­lie­be, der Ban­ker Grund­vald kann jetzt noch hel­fen. Pau­let­te wird vor die Wahl ge­stellt: wei­ter so als bra­ve Wit­we – oder neu­es Glück wa­gen?

„Die per­fek­te Ehe­frau“ ist ei­ne fran­zö­si­sche Ko­mö­die, die lei­der nur in der ers­ten Hälf­te für ein paar klei­ne Schmunz­ler taugt. An der Be­set­zung liegt es nicht: Ju­li­et­te Bi­no­che, Yo­lan­de Mo­reau, Noé­mie Lvovs­ky so­wie ei­ne Rei­he be­mer­kens­wer­ter Jung­schau­spie­le­rin­nen be­mü­hen sich nach Kräf­ten. Doch trotz der gu­ten Dar­stel­ler büßt der Film schnell sei­nen Charme ein. Die we­nig aus­ge­ar­bei­te­ten Fi­gu­ren ge­ra­ten zu Ka­ri­ka­tu­ren, der Hu­mor wird al­ber­ner und plat­ter. Per­len­de Kla­vier­mu­sik, ge­flüs­ter­te Lie­bes­be­kennt­nis­se und ein Hauch les­bi­scher Lie­be zwi­schen den Schü­le­rin­nen – Re­gis­seur Mar­tin Pro­vost be­dient für sei­ne Eman­zi­pa­ti­ons­ko­mö­die bie­de­re Kli­schees. We­nigs­tens passt der Look, äs­the­tisch er­in­nert „Die per­fek­te Ehe­frau“ an stau­bi­ges 50er-Jah­re-Ki­no.

FAZIT

Ganz nett, aber nie wirk­lich lus­tig oder bis­sig.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „La bon­ne épou­se“
Frank­reich / Bel­gi­en 2020
110 min
Re­gie Mar­tin Pro­vost 
Ki­no­start 05. Au­gust 2021

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