PROXIMA: DIE ASTRONAUTIN

PROXIMA: DIE ASTRONAUTIN

An­na­le­na Baer­bock nervt das: Hel­mut Kohl wur­de im Lau­fe sei­ner po­li­ti­schen Kar­rie­re nie ge­fragt, wie er Be­ruf und Kin­der­er­zie­hung un­ter ei­nen Hut bringt. Die Re­geln der Po­li­tik gel­ten auch im Welt­raum: Pa­pa fliegt zum Mond und ist ein Held. Ma­ma fliegt zur ISS und ist ei­ne Ra­ben­mut­ter. Das ar­me Kind ein­fach so zu­rück­las­sen! Wie kann sie nur?

Schon als Mäd­chen träumt Sa­rah (Eva Green) da­von, As­tro­nau­tin zu wer­den. Als sie für ei­ne Mars­mis­si­on aus­er­wählt wird, be­ginnt ei­ne phy­sisch und psy­chisch stres­si­ge Vor­be­rei­tungs­zeit im ESA-Trai­nings­la­ger. Der Ha­ken am gro­ßen Welt­raum­aben­teu­er: Bald wird sie nicht nur die Er­de für ein Jahr ver­las­sen, son­dern auch ih­re klei­ne Toch­ter Stel­la. Le­bens­traum oder Mut­ter­lie­be: Sa­rah steht vor ei­ner schwe­ren Ent­schei­dung.

Der Ti­tel klingt nach Sci­ence-Fic­tion, doch „Pro­xi­ma: Die As­tro­nau­tin“ ist al­les an­de­re als das. Tat­säch­lich spielt kei­ne ein­zi­ge Sze­ne im All, die Hand­lung fin­det aus­schließ­lich auf der Er­de statt. Re­gis­seu­rin Ali­ce Wi­no­cour er­zählt ein stil­les Dra­ma über Lie­be und Ab­na­be­lung und wirft da­bei ei­nen kri­ti­schen, fe­mi­nis­ti­schen Blick auf die von Män­nern do­mi­nier­te Be­rufs­welt.

Ge­dreht wur­de an Ori­gi­nal­schau­plät­zen in Star Ci­ty und Bai­ko­nur. Die Re­gis­seu­rin wählt ei­ne fast do­ku­men­ta­ri­sche Form für ih­re uni­ver­sel­le Mut­ter-Toch­ter-Ge­schich­te. Ne­ben ei­ner her­aus­ra­gen­den Eva Green spie­len Lars Ei­din­ger, Matt Dil­lon und San­dra Hül­ler.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel "Pro­xi­ma"
Frank­reich / Deutsch­land 2019
107 min
Re­gie Ali­ce Wi­no­cour
Ki­no­start 24. Ju­ni 2021

al­le Bil­der © Koch Films