THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE
Ab 15. Januar 2026 im Kino
Wenn man – aus welchen Gründen auch immer – pro Woche mehrere Filme im Kino anschaut und dann darüber schreiben soll, kann es passieren, dass einem gelegentlich nichts einfällt. Manche Produktionen hinterlassen nur White Noise im Kopf.
Und dann gibt es Filme wie THE HOUSEMAID. Über die würde man gerne schreiben, kann es aber nicht. Der einfache Grund: Es ist nicht erlaubt. Einerseits besteht der Verleih (zu Recht) auf einem strikten Spoiler-Verbot und hat sich das sogar per Unterschrift absichern lassen, andererseits wäre es den potenziellen Zuschauern gegenüber unfair. Denn die überraschenden Plot-Twists sind der Hauptgrund, sich diesen Revenge-Thriller anzuschauen.
Na gut, dann eben unverfänglich: In den USA hat sich THE HOUSEMAID zu einem Sleeper-Hit entwickelt, also einem dieser Filme, die ihren großen Umsatz nicht am ersten Wochenende machen, sondern langsam – manchmal über Monate – ihr Publikum finden. Bei einem Budget von 35 Millionen Dollar konnte THE HOUSEMAID inzwischen bereits 122 Millionen Dollar einspielen. Das hat sicher auch mit der Besetzung zu tun: Vor allem Amanda Seyfried gibt dem Camp-Affen ordentlich Zucker. Daneben die allgegenwärtige Sydney „Great Jeans“ Sweeney: etwas hölzern, aber okay. Dass die Männer ausnahmslos aussehen, als seien sie direkt einem Groschenroman-Cover entstiegen, ist wohl dem amerikanischen Publikumsgeschmack geschuldet.
Ein bisschen spoilerfreie Kritik muss sein: Die erste Hälfte könnte auch als Crime-Movie of the Week auf einem Privatsender laufen. Die Inszenierung holpert stellenweise, vor allem die von Offstimmen übererklärten Rückblenden hätte ein begabterer Filmemacher sicher eleganter hinbekommen. Nein, THE HOUSEMAID ist kein wirklich guter Film, zumindest nicht im klassischen Sinn, dafür sehr effektiv. Obwohl geübte Thriller-Konsumenten nach etwa einer Stunde ahnen, worin der große Plot-Twist besteht, hat es die letzte halbe Stunde wirklich in sich. Jesus. Da nimmt der Film richtig Fahrt auf, wird zu einem irren Rausch, den man so nicht kommen sah. Allein dafür lohnt es sich.
INFOS ZUM FILM
Originaltitel „The Housemaid“
USA 2025
131 min
Regie Paul Feig
alle Bilder © LEONINE STUDIOS











