A QUIET PLACE 2

A QUIET PLACE 2

Die Fort­set­zung (die dan­kens­wer­ter­wei­se nicht „A Quieter Place“ heißt) knüpft naht­los an den Über­ra­schungs­hit von 2018 an. Wo­bei, nicht ganz: der Film be­ginnt zu­nächst mit ei­nem Rück­blick auf den ers­ten Tag der Ka­ta­stro­phe – und der hat es in sich. Sel­ten sah man ein Ki­no­pu­bli­kum syn­chron so in den Sit­zen hoch­schre­cken.

Wer bis jetzt nur Bahn­hof ver­stan­den hat – hier ei­ne kur­ze "Was bis jetzt geschah"-Zusammenfassung: Nach der In­va­si­on von au­ßer­ir­di­schen Mons­tern ist die Mensch­heit stark de­zi­miert. Die bit­ter­bö­sen Vie­cher tö­ten je­den, der ih­nen in die Que­re kommt. Ihr ex­trem gut aus­ge­präg­ter Ge­hör­sinn ist Fluch und Se­gen zu­gleich. Ei­ner­seits darf nie­mand, der über­le­ben will, ei­nen Mucks ma­chen, an­de­rer­seits las­sen sich die Mons­ter mit hoch­fre­quen­ten Tö­nen halb­wegs in Schach hal­ten. Fa­mi­lie Abott – Va­ter, Mut­ter, zwei ge­hör­lo­se Kin­der – sind auf der Flucht. Ganz lei­se ver­steht sich. Am En­de des ers­ten Teils hat die Mut­ter – in ei­ner ner­ven­zer­rei­ßend stil­len Sze­ne – ein Ba­by zur Welt ge­bracht und ein Fa­mi­li­en­mit­glied muss­te sein Le­ben las­sen.

"A Quiet Place 2" steht dem ers­ten Teil in nichts nach. Dreh­buch­au­tor und Re­gis­seur John Kar­s­in­ski (im wah­ren Le­ben der Ehe­mann von Haupt­dar­stel­le­rin Emi­ly Blunt) ist ein ex­trem span­nen­der Film ge­glückt. Thril­ler in­sze­nie­ren kann er. Was ihm nicht so liegt, sind Dia­log­sze­nen. Die sind in ih­rer tra­ni­gen Lab­rig­keit er­mü­dend, da hängt der Film durch. Zum Glück gibt’s da­von nicht all­zu vie­le und der nächs­te Jump-Sca­re lau­ert schon um die Ecke.

FAZIT

Mehr Mons­ter, mehr Stil­le, mehr Span­nung. Ge­lun­ge­ne Fort­set­zung.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „A Quiet Place 2“
USA 2020
100 min
Re­gie John Kras­in­ski
Ki­no­start 24. Ju­ni 2021

al­le Bil­der © Pa­ra­mount Pic­tures Ger­ma­ny