UNDINE

Die gu­te Nach­richt: am 2. Ju­li ma­chen die Ki­nos wie­der auf!
Die schlech­te: „Die Kän­gu­ru-Chro­ni­ken“ fei­ern ih­ren re-re­lease. So un­ori­gi­nell wie der neue Ti­tel "Die Kän­gu­ru-Chro­ni­ken Rel­oa­ded", so un­ori­gi­nell ist die Idee, dem Film ei­ne 3D-Ein­stel­lung hin­zu­zu­fü­gen. Frame­ra­te warn­te be­reits im März mit ei­nem Stern vor der ein­fäl­ti­gen Kla­mot­te.

Ein um ei­ni­ges in­tel­li­gen­te­res Ki­no­er­leb­nis bie­tet der neue Film von Chris­ti­an Pet­zold.
Un­di­ne (Pau­la Beer) lebt in Ber­lin, ar­bei­tet als Stadt­his­to­ri­ke­rin. Als ihr Freund Jo­han­nes (Ja­cob Mat­schenz) mit ihr Schluss macht, teilt sie ihm la­ko­nisch mit, dass sie ihn nun tö­ten müs­se. Kurz dar­auf 
be­geg­net sie dem In­dus­trie­tau­cher Chris­toph (Franz Ro­gow­ski), die bei­den ver­lie­ben sich Hals über Kopf.

Un­di­ne ist ei­ne my­tho­lo­gi­sche Fi­gur, ei­ne Nym­phe, die mit ih­rem Ge­sang die Män­ner ver­zau­bert. Ei­ne See­le er­langt sie nur, wenn sie sich mit ei­nem Men­schen ver­mählt. Der Ha­ken an der Sa­che: Un­treue Gat­ten bringt sie um.

Chris­ti­an Pet­zold dich­tet den My­thos von der ge­heim­nis­vol­len Was­ser­frau zum mo­der­nen Mär­chen im heu­ti­gen Ber­lin um. Das funk­tio­niert über wei­te Stre­cken er­staun­lich gut. Der Film hat zu­gleich et­was Traum­haf­tes und Rea­lis­ti­sches. Pau­la Beer ver­leiht der Fi­gur Un­di­ne mit was­ser­ge­well­ten Lo­cken ei­ne rät­sel­haf­te Au­ra. Und kei­ner kann so über­zeu­gend den leicht tum­ben und gleich­zei­tig sen­si­blen Ar­bei­ter spie­len wie Franz Ro­gow­ski.

"Un­di­ne" ist ein hin­ter­grün­di­ger, aber selt­sam sprö­der Lie­bes­film. Ins­ge­samt eher ei­ne zar­te Fin­ger­übung, ein nicht un­in­ter­es­san­tes Ex­pe­ri­ment.

FAZIT

Der et­was an­de­re Ber­lin­film. Pau­la Beer ge­wann den sil­ber­nen Bä­ren für die bes­te weib­li­che Haupt­rol­le bei der dies­jäh­ri­gen Ber­li­na­le.

Deutsch­land 2020
90 min
Re­gie Chris­ti­an Pet­zold 
Ki­no­start 02. Ju­li 2020

BENT

Was ha­ben Ki­nos und Bor­del­le ge­mein­sam?
Bei­de ge­hö­ren zu den so­ge­nann­ten "Ver­gnü­gungs­stät­ten" und dür­fen des­halb – im Ge­gen­satz zu Thea­tern und Kon­zert­häu­sern – bald wie­der auf­ma­chen. Ju­che!
Die Bun­des­län­der kön­nen sich über­ra­schen­der­wei­se nicht ei­ni­gen: Hier gehts am 15. Mai, da drei Ta­ge spä­ter und dort erst nach Pfings­ten los. Ber­lin macht sich’s ge­müt­lich und nimmt sich ein biss­chen län­ger Zeit – in der Haupt­stadt blei­ben die Ki­no­sä­le bis 5. Ju­ni ver­schlos­sen. Das un­ein­heit­li­che Vor­ge­hen ist für Ver­lei­her ein De­sas­ter, denn ein gro­ßer Hol­ly­wood­film wird kaum Bun­des­land für Bun­des­land an den Start ge­schickt. Bis sich dann al­le doch noch ge­ei­nigt ha­ben, gibt es wei­ter­hin neue Vi­deo-on-De­mand-Ver­öf­fent­li­chun­gen: dies­mal ein di­gi­tal re­stau­rier­ter Klas­si­ker des Que­er­films, "Bent".

Er­staun­lich, wer da al­les mit­spielt: Mick Jag­ger, Cli­ve Owen, Ni­ko­laj Cos­ter-Wald­au, Ian McKel­len und der noch un­be­kann­te Ju­de Law – in ei­ner win­zi­gen Ne­ben­rol­le, „Bent“ wur­de 1997 ge­dreht.

Der ho­mo­se­xu­el­le Max (Cli­ve Owen) ge­nießt ein rausch­haft de­ka­den­tes Le­ben im Ber­lin der 30er Jah­re. Wäh­rend des "Röhm-Put­sches" kön­nen er und sein Freund Ru­di zu­nächst flie­hen, wer­den aber bald ge­fasst und ver­haf­tet. Um nicht den ro­sa Win­kel für Ho­mo­se­xu­el­le tra­gen zu müs­sen, lässt sich Max auf dem Weg nach Dach­au ei­nen Ju­den­stern ge­ben. Sei­ne Selbst­ver­leug­nung geht so­gar so weit, dass er sei­nen Freund auf Ge­heiß der Na­zis tot prü­gelt.

Im La­ger trifft Max auf Horst (Lo­thai­re Blu­teau), ei­nen In­sas­sen, der stolz das ro­sa Drei­eck trägt. Die bei­den Män­ner ver­lie­ben sich, ob­wohl ih­nen streng ver­bo­ten ist, mit­ein­an­der zu spre­chen oder sich gar zu be­rüh­ren. 

Die ers­te Hälf­te des Films hat mit ih­ren opu­len­ten Par­ty­sze­nen und Mick Jag­ger als Drag­queen (!) noch Schau­wert, doch spä­tes­tens im zwei­ten Teil kippt „Bent“ in ei­ne selt­sa­me Künst­lich­keit. Im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger wer­den in wei­ßer Ku­lis­se mi­nu­ten­lang Stei­ne von rechts nach links ge­tra­gen und in ge­stelz­ten Dia­lo­gen phi­lo­so­phiert. Dass der Film auf ei­nem Thea­ter­stück ba­siert, merkt man ihm da nur all­zu deut­lich an. 

FAZIT

Stär­ker auf der Büh­ne als auf der Lein­wand.

p.s. Soll­ten die Ki­nos bis An­fang Ju­ni al­le wie­der auf sein, kann man sich schon­mal auf fol­gen­de Fil­me freu­en:
"Exil" ab 04. Ju­ni
"Un­di­ne" von Chriti­an Pet­zold ab 11. Ju­ni
und ab 25. Ju­ni "Ber­lin Alex­an­der­platz" von Bur­han Qur­ba­ni

Ori­gi­nal­ti­tel "Bent"
UK / JP 1997
102 min
Re­gie Sean Ma­thi­as
OV mit dt. UT
Ab so­fort als VoD bei Club Salz­ge­ber für 4,90 €

THE ASSISTANT ● UNDINE ● TODOS OS MORTOS ● FUTUR DREI ● LAS NIÑAS ● LUA VERMELLA ● SHIRLEY

Ein Hin­weis an al­le Eu­len und Uhus in Rei­he 1 bis 10: Lau­tes Flüs­tern nervt! Egal in wel­cher Spra­che. Es nervt in der Sau­na, im Ki­no noch mehr. Und: Auch wenn ihr eu­re Han­dys noch so nah vors Ge­sicht hal­tet, das Licht stört die an­de­ren trotz­dem. Da­her: Han­dy aus, Schna­bel zu.

THE ASSISTANT

(Pan­ora­ma)

Nach "My Sa­lin­ger Year" ein wei­te­rer Film über die stil­len Lei­den der As­sis­ten­ten. Dies­mal geht es je­doch we­ni­ger ku­sche­lig zu, "The As­sistant" ist har­ter Rea­lis­mus. Har­vey Wein­stein wird zwar na­ment­lich nie er­wähnt, doch es ist re­la­tiv schnell klar, auf wen Re­gis­seu­rin Kit­ty Green hier an­spielt.

Ja­ne ist mor­gens die Ers­te und abends die Letz­te im Bü­ro ei­nes mäch­ti­gen Me­di­en­mo­guls. Rei­sen or­ga­ni­sie­ren, Ter­mi­ne bu­chen, das Bü­ro auf­räu­men, die wü­ten­de Gat­tin am Te­le­fon be­ru­hi­gen – Ja­nes Tag ist voll­ge­packt. Als im­mer wie­der jun­ge Frau­en bei ih­rem Chef ein- und aus­ge­hen, will sie nicht län­ger weg­schau­en, sie ver­mu­tet Miss­brauch. Sie ver­traut sich ei­nem Kol­le­gen an, doch der bü­gelt ih­re Be­den­ken ab. Das Sys­tem funk­tio­niert. Die (männ­li­chen) Mit­ar­bei­ter dik­tie­ren ihr so­gar den Wort­laut ei­ner Ent­schul­di­gungs­mail in den Com­pu­ter. 

Die­ser Film ge­hört Haupt­dar­stel­le­rin Ju­lia Gar­ner. Wie sie mit re­du­zier­ter Mi­mik Angst, Zwei­fel und stil­le Wut aus­drückt, ist be­ein­dru­ckend. "The As­sistant" er­zählt in streng kom­po­nier­ten Bil­dern ei­ne Ge­schich­te vom Weg­schau­en und von Re­pres­si­on am Ar­beits­platz. Die Hand­lung spielt vor #Me­Too – ob sich in­zwi­schen viel ge­än­dert hat, ist frag­lich.

USA 2019
90 min
Re­gie Kit­ty Green

UNDINE

(Wett­be­werb)

So, jetzt wird mal mit an­ge­le­se­nen Hin­ter­grund­in­for­ma­ti­on ge­protzt: Un­di­ne ist ei­ne my­tho­lo­gi­sche Fi­gur, ei­ne Nym­phe, die mit ih­rem Ge­sang die Men­schen ver­zau­bert. Ei­ne See­le er­langt sie nur, wenn sie sich mit ei­nem Men­schen ver­mählt. Der Ha­ken an der Sa­che: Un­treue Gat­ten bringt sie um.

Die­ses Wis­sen hilft, Chris­ti­an Pet­zolds neu­en Film "Un­di­ne" bes­ser zu ver­ste­hen. Der Re­gis­seur dich­tet den My­thos von der ge­heim­nis­vol­len Was­ser­frau zum mo­der­nen Mär­chen im heu­ti­gen Ber­lin um. Das funk­tio­niert er­staun­lich gut. Der Film hat zu­gleich et­was Mär­chen­haf­tes und Rea­lis­ti­sches. Pau­la Beer ver­leiht der Fi­gur Un­di­ne mit was­ser­ge­well­ten Lo­cken ei­ne som­nam­bu­le Au­ra. Und kei­ner kann so über­zeu­gend den leicht tum­ben und gleich­zei­tig sen­si­blen Ar­bei­ter spie­len wie Franz Ro­gow­ski.

"Un­di­ne" ist eher ei­ne Fin­ger­übung, ein in­ter­es­san­tes Ex­pe­ri­ment, der et­was an­de­re Ber­lin­film. Re­gis­seur Pet­zold übertreibt's zwi­schen­durch ein we­nig mit der plat­ten Sym­bo­lik – ins­ge­samt ist ihm zwar ein zar­ter Lie­bes­film aus dem Hier und Jetzt ge­lun­gen, es bleibt aber selt­sam sprö­de.

Deutsch­land 2020
90 min
Re­gie Chris­ti­an Pet­zold 

TODOS OS MORTOS

(Wett­be­werb)

Frau­en ste­hen im Mit­tel­punkt des bra­si­lia­ni­schen Films "To­dos os mor­tos". Bra­si­li­en 1899, kurz nach Ab­schaf­fung der Skla­ve­rei. Die drei Frau­en der Soares-Fa­mi­lie ste­hen am Rand des Ru­ins und ver­su­chen, sich müh­sam an die neu­en Ver­hält­nis­se an­zu­pas­sen. Die Mut­ter ist vom al­ten Schlag, lässt sich im­mer noch ger­ne be­die­nen. Ih­re bei­den Töch­ter, die ei­ne Non­ne, die an­de­re ei­ne ver­wirr­te Pia­nis­tin, sind auch kei­ne gro­ße Stüt­ze. Par­al­lel wird die Ge­schich­te der Na­sci­men­to-Fa­mi­lie er­zählt, ehe­mals Skla­ven der Soares.

Das hät­te was wer­den kön­nen, denn das The­ma ist ei­gent­lich in­ter­es­sant. Scha­de nur, dass der Film wie ei­ne lang­at­mi­ge Te­le­no­ve­la für In­tel­lek­tu­el­le wirkt. Fehlt nur noch die dra­ma­ti­sche Mu­sik kurz vor der Wer­be­pau­se. "To­dos os Mor­des" läuft rät­sel­haf­ter­wei­se im Wett­be­werb und ge­winnt be­stimmt den gol­de­nen Bä­ren.

Eng­li­scher Ti­tel "All the Dead Ones"
Bra­si­li­en / Frank­reich 2020
120 min
Re­gie Caet­a­no Go­tar­do

FUTUR DREI

(Pan­ora­ma)

4 Ster­ne für die Sto­ry plus 2 Ster­ne für die künst­le­ri­sche Am­bi­ti­on = 3 Ster­ne für „Fu­tur Drei“
Par­vis ist der Sohn ira­ni­scher Ein­wan­de­rer in Nie­der­sach­sen. Er ver­bum­melt sein Le­ben zwi­schen Tan­zen ge­hen, job­ben und an­ony­men Grin­dr-Dates (dem Gay-Equi­va­lent zu Tin­der). Als er in ei­nem Flücht­lings­heim So­zi­al­stun­den ab­leis­ten muss, ver­liebt er sich in Amon, der mit sei­ner Schwes­ter aus dem Iran ge­flüch­tet ist. Die drei ver­bin­det bald ei­ne in­ten­si­ve Freund­schaft und Be­zie­hung.

Wie vie­le Pan­ora­ma-Bei­trä­ge in die­sem Jahr er­zählt auch „Fu­tur Drei“ von Hei­mat und Aus­gren­zung, dies­mal im quee­ren Mi­lieu. Ob­wohl Par­vis' Fa­mi­lie seit vie­len Jah­ren in Deutsch­land lebt, hat sie sich nie wirk­lich in­te­griert. Par­vis da­ge­gen fühlt sich deutsch und nicht als Ira­ner – ein in­ter­es­san­ter Zwie­spalt. 

Die ers­ten zwei Drit­tel des Films sind span­nend und ge­ben ei­nen an­ge­nehm un­kli­sche­ei­gen Ein­blick. Ge­gen En­de hat dann wohl ir­gend­wer be­schlos­sen, dass es „künst­le­risch“ wer­den muss. Die­se eher wahl­los ein­ge­streu­ten Vi­gnet­ten hät­ten für sich ge­nom­men viel­leicht ei­nen am­bi­tio­nier­ten Kurz­film er­ge­ben. Doch das ge­wollt Ex­pe­ri­men­tel­le fügt sich nicht in die bis da­hin prä­zi­se und ge­rad­li­ni­ge Er­zäh­lung. Scha­de, es wä­re sonst ein rich­tig gu­ter Film ge­wor­den. 

Eng­li­scher Ti­tel "No Hard Fee­lings"
Deutsch­land 2020
92 min
Re­gie Fa­raz Sha­ri­at

LAS NIÑAS

(Ge­ne­ra­ti­on Kplus)

Ce­lia muss schwei­gen. Im Chor darf sie nur die Lip­pen be­we­gen, ih­re Mut­ter hat kei­nen Nerv für die Fra­gen und Nö­te der Toch­ter und in der kon­ser­va­ti­ven Non­nen­schu­le soll sie auch schön ar­tig sein. Erst Bri­sa, die neue Mit­schü­le­rin aus Bar­ce­lo­na, weckt die Re­bel­lin in Ce­lia. Das bis­her so ar­ti­ge Mäd­chen be­ginnt, un­be­que­me Fra­gen zu stel­len.

Nicht um­sonst läuft Pi­lar Pa­lo­me­ros De­but im Rah­men der Ge­ne­ra­ti­on Kplus. „Las Ni­ñas“ ver­langt sei­nen Zu­schau­ern ab, sich ganz und gar auf die Welt der Her­an­wach­sen­den ein­zu­las­sen. Lan­ges, stil­les Brü­ten, Schmink­ver­su­che mit den Freun­din­nen, un­be­hol­fe­ne Flirts mit ei­nem Jun­gen oder die ers­te Zi­ga­ret­te. Für Men­schen jen­seits der 18 gibt es ein paar ge­lun­ge­ne Mo­men­te und quä­len­de Er­in­ne­run­gen an die ei­ge­ne Ju­gend, aber wie bei der Pu­ber­tät wünscht man sich bald, dass das Gan­ze ein En­de hat.

Eng­li­scher Ti­tel "School­girls"
Spa­ni­en 2020
97 min
Re­gie Pi­lar Pa­lo­me­ro

LUA VERMELLA

(Fo­rum)

Auch für an­stren­gen­de Ex­pe­ri­men­tal­fil­me ist auf der Ber­li­na­le Platz: Ein Stau­see, ei­ne schrof­fe Küs­ten­land­schaft, to­sen­des Was­ser. Men­schen wie zu Säu­len er­starrt, den Blick nach un­ten ge­rich­tet. Ih­re Ge­dan­ken als in­ne­rer Mo­no­log ge­spro­chen. Nach und nach wer­den sie mit wei­ßen Tü­chern ab­ge­deckt, ver­stum­men. Wie Ge­spens­ter ste­hen die Be­woh­ner ei­nes ga­li­cis­chen Küs­ten­or­tes in der Ge­gend her­um. Der Pres­se­text er­klärt: „Die frag­men­ta­ri­sche Er­zäh­lung lo­tet das Ver­hält­nis zwi­schen Mensch und Um­welt aus.“ Aha. Das gan­ze Spek­ta­kel dau­ert ge­schla­ge­ne 84 Mi­nu­ten und ist wohl Kunst. Er­mü­dend.

Eng­li­scher Ti­tel "Red Moon Ti­de"
Spa­ni­en 2019
84 min
Re­gie Lois Pa­ti­ño

SHIRLEY

(En­coun­ters)

Noch schnell ein Nach­schlag, jetzt mal wirk­lich kurz und knapp:
1964, Hor­ror­au­torin Shir­ley Jack­son und ihr Ehe­mann, der Li­te­ra­tur­kri­ti­ker und Col­lege­pro­fes­sor Stan­ley Hy­man be­her­ber­gen ein jun­ges Ehe­paar, Fred und Ro­se Nem­ser. Was sich zwi­schen den vier Per­so­nen ent­wi­ckelt und ent­lädt, kann man am ehes­ten als "Wer hat Angst vor Vir­gi­nia Woolf?" mit Ver­zö­ge­rung be­schrei­ben. Die Schau­spie­ler sind al­le gran­di­os, mit ei­ner her­aus­ra­gen­den Eli­sa­beth Moss – ein­dring­lich und mit er­schre­cken­dem Mut zur Häss­lich­keit.

USA 2020
106 min
Re­gie Jo­se­phi­ne De­cker