Ka­the­ri­ne New­bury ist ei­ne Le­gen­de. Seit 30 Jah­ren ist sie die ein­zi­ge Frau im von Män­nern do­mi­nier­ten US-La­te-Night-Fern­se­hen. Vor der Ka­me­ra klug und schlag­fer­tig, hin­ter den Ku­lis­sen aso­zi­al und bö­se. Sie kennt we­der die Ge­sich­ter noch die Na­men ih­rer Mit­ar­bei­ter und ver­gibt der Ein­fach­heit hal­ber lie­ber Num­mern. Auch im Fern­seh­stu­dio trägt der Teu­fel Pra­da. We­gen ero­die­ren­der Zu­schau­er­zah­len soll sie durch ei­nen jun­gen, hip­pe­ren Co­me­di­an er­setzt wer­den. Als ihr auch noch vor­ge­wor­fen wird, ei­ne "Frau zu sein, die Frau­en hasst", stellt sie die voll­kom­men un­er­fah­re­ne Mol­ly (Min­dy Ka­ling) als Au­torin ein. Die will be­wei­sen, dass sie mehr als ei­ne Quo­ten-Frau ist und be­schließt, der krän­keln­den Show ein Up­date zu ver­pas­sen.

Der Film be­ginnt gran­di­os: cle­ver, schnell und scharf­zün­gig. Tem­po und Witz be­we­gen sich auf dem Ni­veau von „30 Rock“ oder „The Lar­ry San­ders Show“. Doch dem von Min­dy Ka­ling ver­fass­ten Dreh­buch fehlt auf Dau­er der nö­ti­ge Biss und so ver­liert sich die Ge­schich­te zu­se­hends in Sen­ti­men­ta­li­tä­ten. Statt schnip­pi­scher Dia­lo­ge wird auf die Trä­nen­drü­se ge­drückt.

FAZIT

Se­hens­wert in ers­ter Li­nie we­gen der gran­dio­sen Em­ma Thomp­son.

Ori­gi­nal­ti­tel "La­te Night"
USA 2019
102 min
Re­gie Ni­sha Ga­natra
Ki­no­start 29. Au­gust 2019

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