Für ei­ni­ge we­ni­ge ist "Dark" ty­pisch deutsch und to­tal kom­pli­zier­ter Scheiß. Der Hand­lung kön­ne man vor al­lem des­halb kaum fol­gen, weil sich die jun­gen und die äl­te­ren Dar­stel­ler der Rol­len we­nig ähn­lich sä­hen und man im­mer über­le­gen müs­se, wer wer ist. Au­ßer­dem hät­ten die Fil­me­ma­cher wohl kein Geld für Far­be, al­les sei ein trü­ber grau­er Brei.
Für die an­de­ren ist „Dark“ die bes­te Se­rie al­ler Zei­ten – zu­min­dest auf Net­flix. Das fin­den 80 % der Zu­schau­er und ha­ben die deut­sche Sci-Fi-Mys­tery-Se­rie ge­ra­de auf Platz eins bei Rot­ten To­ma­toes ge­wählt. Noch vor „Stran­ger Things“, „The Crown“, „Black Mir­ror“ und an­de­ren in­ter­na­tio­na­len Net­flix-Ei­gen­pro­duk­tio­nen.

Wer mit Zeit­rei­se­ge­schich­ten nix an­fan­gen kann, soll­te die Fin­ger von „Dark“ las­sen. Den im­mer kom­pli­zier­ter wer­den­den Hand­lungs­strän­gen, die vom Ein­grei­fen in die Ver­gan­gen­heit und Zu­kunft er­zäh­len, ist nur mit höchs­ter Kon­zen­tra­ti­on zu fol­gen. Lässt man sich aber dar­auf ein, wird man mit ei­nem aus­ge­spro­chen be­frie­di­gen­den Seh­erleb­nis be­lohnt. Bis jetzt sind die Staf­feln 1 und 2 ver­füg­bar, in die­sem Jahr wird das epi­sche Werk mit der drit­ten und fi­na­len Staf­fel ab­ge­schlos­sen.  

Hier noch mal kurz an­ge­ris­sen, wor­um es geht:
(MIL­DE SPOI­LER) 

Die Ge­schich­te be­ginnt in der fik­ti­ven deut­schen Klein­stadt Win­den am 21. Ju­ni 2019 mit dem Sui­zid von Mi­cha­el Kahn­wald. Er hin­ter­lässt ei­nen Brief mit dem Hin­weis, ihn nicht vor dem 4. No­vem­ber um 22:13 Uhr zu öff­nen. Mi­cha­els Sohn Jo­nas (Lou­is Hof­mann, der aus­nahms­wei­se bis zum En­de der 2. Staf­fel noch nicht die Ho­sen run­ter ge­las­sen hat) kehrt nach ei­nem Auf­ent­halt in der Psych­ia­trie an sei­ne Schu­le zu­rück. Als er sich mit sei­nen Freun­den Mar­tha, Bar­to­sz, Ma­gnus und des­sen jün­ge­rerm Bru­der Mik­kel in den Wald zu den „Win­de­ner Höh­len“ auf­macht, wer­den sie Zeu­ge von un­er­klär­li­chen Phä­no­me­nen. Auf ih­rer Flucht aus dem Wald ver­läuft sich Mik­kel und geht ver­lo­ren. Bei der an­schlie­ßen­den Such­ak­ti­on der Po­li­zei wird in der Nä­he der Höh­len die Lei­che ei­nes an­de­ren, un­be­kann­ten Jun­gen ge­fun­den.
„Dark“ ist ei­ne Fa­mi­li­en­sa­ga mit über­na­tür­li­chen Ele­men­ten und spielt an­fangs in der Ge­gen­wart. Nach und nach wer­den das Dop­pel­le­ben und die brü­chi­ge Be­zie­hung zwi­schen vier Fa­mi­li­en auf­ge­deckt. Es geht um ei­nen ge­heim­nis­vol­len Berg­stol­len, Atom­kraft und Fa­mi­li­en­dra­men in der Ver­gan­gen­heit und Zu­kunft. Im Ver­lauf der acht­zehn knapp ein­stün­di­gen Fol­gen voll­zieht die Hand­lung ei­ne über­na­tür­li­che Wen­de der Er­eig­nis­se, die von 1921 über 1953, 1986, 2020 bis ins Jahr 2053 rei­chen.

FAZIT

Herz­li­chen Glück­wunsch!

Deutsch­land 2017 – 2020
2 Staf­feln, je 9 Fol­gen
Re­gie Baran bo Odar
Staf­fel 1 + 2 auf NET­FLIX

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