HOCHWALD

Lost in Süd­ti­rol. Ma­rio (Tho­mas Prenn) schlägt sich mit Aus­hilfs­jobs durchs Le­ben, in sei­ner Frei­zeit zieht er bun­te Re­tro-Klei­dung an und tanzt al­lei­ne in der Schul­au­la. Für die Ein­woh­ner in sei­nem streng ka­tho­li­schen Hei­mat­dorf ist er ei­ne spin­ner­te Dancing-Queen, auf so ei­nen hat man ge­ra­de noch ge­war­tet. Als Ma­rio sei­nen Freund Lenz in Rom be­sucht, wer­den sie Op­fer ei­nes Ter­ror­an­schlags in ei­ner Schwu­len­bar.

Im­mer wenn er über­for­dert ist, zieht der he­ro­in­süch­ti­ge Ma­rio ei­ne Fa­schings­pe­rü­cke auf. Die­se und vie­le an­de­re Dreh­buch­ideen er­in­nern dar­an, dass es sich bei „Hoch­wald“ um ein Re­gie­de­büt han­delt. Evi Ro­men hat ein gu­tes Ge­spür für At­mo­sphä­re und in­sze­niert den Kon­trast zwi­schen Dorf­ge­mein­schaft und feind­se­li­ger Aus­gren­zung glaub­haft. Doch die Re­gis­seu­rin ver­zet­telt sich im Lau­fe der Hand­lung zu sehr: Se­xu­el­le Ori­en­tie­rung, Re­li­gi­on, Ter­ro­ris­mus und Dro­gen­sucht – die vie­len kom­ple­xen The­men kann der Film nur strei­fen, das wirkt oft an­ge­strengt. Im In­ter­view sagt sie: „Das Weg­las­sen ist mir sehr schwer­ge­fal­len, weil ich sehr viel an sehr tie­fen per­sön­li­chen Re­cher­chen in die­ses Pro­jekt ge­steckt ha­be und sehr viel Ma­te­ri­al hat­te.“ We­ni­ger wä­re sehr viel mehr ge­we­sen. Prei­se hat es trotz­dem ge­ha­gelt: „Hoch­wald“ wur­de mit dem Gol­de­nen Au­ge des Zü­rich Film Fes­ti­vals und dem Gro­ßen Dia­go­na­le Preis aus­ge­zeich­net. Haupt­dar­stel­ler Tho­mas Prenn ge­wann den Ös­ter­rei­chi­schen Film­preis als „Bes­ter männ­li­cher Haupt­dar­stel­ler“.

INFOS ZUM FILM

Ös­ter­reich / Bel­gi­en 2020
107 min
Re­gie Evi Ro­men
Ki­no­start 07. Ok­to­ber 2021

al­le Bil­der © Edi­ti­on Salz­ge­ber

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