EILEEN

EILEEN

Ab 14. Dezember 2023 im Kino

Todd Haynes für Arme: EILEEN ist ein hochkarätig besetztes B‑Picture.

Mas­sa­chu­setts im Win­ter 1964: Der Va­ter ein jäh­zor­ni­ger Säu­fer, die ge­mein­sa­me Woh­nung her­un­ter­ge­kom­men, der Job im Ju­gend­ge­fäng­nis öde. Ei­leens Le­ben ist trost­los. Bis ei­nes Ta­ges die gla­mou­rö­se Re­bec­ca als ih­re neue Che­fin auf­taucht – um das jun­ge Mäd­chen ist es ge­sche­hen. Bald ent­wi­ckelt sich ei­ne zar­te Ban­de zwi­schen den bei­den Frau­en. Doch dann kon­fron­tiert Re­bec­ca Ei­leen mit ei­nem furcht­ba­ren Ge­heim­nis.

Der gro­ße Twist kommt viel zu spät

Oh Schreck, oh Graus! Klingt wie ein B‑Picture? Ist es auch. Frü­her wä­re so was als Schwarz-Weiß-Dra­ma mit hys­te­ri­schem Gei­gens­core in die Ki­nos ge­kom­men. Todd Hay­nes, der an­de­re mo­der­ne Re­gis­seur mit ei­ner Schwä­che für Dou­glas-Sirk-Dra­men, hat mit CA­ROL schon vor acht Jah­ren das bes­se­re Re­tro-Dra­ma ge­dreht. 

Die ei­nen mö­gen sie, vie­le has­sen sie: An­ne Hat­ha­way gibt dem Af­fen Zu­cker, ist in die­ser zweit­klas­si­gen Pro­duk­ti­on aber fast ver­schenkt. Die her­vor­ra­gen­de Tho­ma­sin McKen­zie (LAST NIGHT IN SO­HO) spielt die Ti­tel­fi­gur Ei­leen als se­xu­ell er­wa­chen­de Kind­frau. Wes­halb sich ein A‑Cast für die­se maue Pro­duk­ti­on ver­pflich­tet hat, bleibt ein Ge­heim­nis. Aber das größ­te Rät­sel ist, wo­hin das Dreh­buch mit sei­ner Ge­schich­te will. Der gar nicht so über­ra­schen­de Twist kommt viel zu spät, da hat man schon längst das In­ter­es­se ver­lo­ren. Und auch die mehr als de­zent an­ge­deu­te­te ho­mo­ero­ti­sche Lie­be zwi­schen Ei­leen und Re­bec­ca ver­pufft oh­ne nen­nens­wer­ten Ef­fekt. Am En­de des Films fragt man sich: Was ge­nau soll­te das al­les?

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Ei­leen“
USA 2023
97 min
Re­gie Wil­liam Old­royd

al­le Bil­der © Uni­ver­sal Pic­tures In­ter­na­tio­nal Ger­ma­ny

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