ERWARTUNG – DER MARCO EFFEKT

Kinostart 02. Juni 2022

„Er­war­tung – Der Mar­co-Ef­fekt“ ist ein ganz of­fen­sicht­lich fürs Fern­se­hen (Co-Pro­du­zent ist das ZDF) ge­dreh­ter Thril­ler, der nun bei uns in den Ki­nos lan­det. Ein biss­chen mehr ci­ne­as­ti­sche Grö­ße und et­was we­ni­ger bie­de­re TV-Stan­gen­wa­re hät­te es schon sein dür­fen. Je­de Ein­stel­lung at­met hier Fern­se­hen, trotz des os­car­prä­mier­ten Re­gis­seurs. Ein ty­pi­scher Sonn­tag-Abend-Kri­mi, nur dass es hier nicht nach 90 Mi­nu­ten vor­bei ist – Die dün­ne Sto­ry vol­ler Zu­fäl­le dehnt sich auf über zwei Stun­den.

Kurt Wal­lan­der heißt jetzt Carl Mørck und kommt aus Dä­ne­mark. Wie sein schwe­di­sches Vor­bild wan­delt auch die­ser Kom­mis­sar stets am Ran­de ei­ner De­pres­si­on. Ei­nes trü­ben Mor­gens lan­det ein seit Jah­ren ab­ge­schlos­se­ner Fall auf sei­nem Schreib­tisch. Der Rei­se­pass ei­nes seit vier Jah­ren ver­schwun­de­nen Fa­mi­li­en­va­ters wur­de im Be­sitz des 14-jäh­ri­gen Ro­ma-Jun­gens Mar­co ge­fun­den, als die­ser il­le­gal über die dä­ni­sche Gren­ze woll­te. Kom­mis­sar Mørck und sein Team kom­men ei­ner fins­te­ren Ver­schwö­rung auf die Spur, die bis ganz nach oben reicht – und de­ren un­frei­wil­li­ge Schlüs­sel­fi­gur der jun­ge Mar­co ist. 

Har­ry, fahr den Wa­gen vor. „Er­war­tung – Der Mar­co-Ef­fekt“ ist kon­ven­tio­nel­le, ei­ni­ger­ma­ßen so­li­de ge­mach­te Un­ter­hal­tung, oh­ne Trä­nen­sä­cke und oh­ne gro­ße Über­ra­schun­gen. Den To­des­stoß be­sorgt wie im­mer die deut­sche Syn­chro­ni­sa­ti­on. Für Dut­zend­wa­re wie die­se lohnt nicht der Weg ins Ki­no, so was läuft auch stän­dig in den Öf­fent­lich Recht­li­chen. Schrott-Kri­mi­au­tor Jus­si Ad­ler-Ol­sen lie­fert die Vor­la­ge, dies ist be­reits der fünf­te Film, der auf sei­ner Ro­man­se­rie ba­siert.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Mar­co ef­fek­ten“
Dä­ne­mark / Deutsch­land / Tsche­chi­en 2021
125 min
Re­gie Mar­tin Zan­dvliet

al­le Bil­der © Koch Films