MEIN SOHN

MEIN SOHN

Skate­board fah­ren, Kif­fen, Sau­fen, Par­ty ma­chen. Ja­son nimmt das Le­ben auf die leich­te Schul­ter. Bis er ei­nes Ta­ges bei ei­nem Skate-Un­fall schwer ver­letzt wird. Sei­ne Mut­ter Mar­le­ne wacht an sei­nem Kran­ken­bett, küm­mert sich um ei­nen Platz in ei­ner Schwei­zer Re­ha. Sie be­schließt, ih­ren Sohn selbst dort­hin zu fah­ren. Auf dem Road­trip bre­chen al­te Kon­flik­te zwi­schen Mut­ter und Sohn auf.

Es muss ja nicht im­mer al­les Soap sein, aber ein biss­chen mehr Dra­ma­tik hät­te Re­gis­seu­rin und Dreh­buch­au­to­rin Le­na Stahl ih­rer Ge­schich­te ru­hig ver­pas­sen kön­nen. Wenn sich über 90 Mi­nu­ten die Fi­gu­ren­kon­stel­la­ti­on kaum wei­ter­ent­wi­ckelt und die Ge­schich­te der Cha­rak­te­re bes­ten­falls an­ge­deu­tet wird, dann plät­schert es halt nur so da­hin, bleibt ober­fläch­lich.

Se­hens­wert ma­chen „Mein Sohn“ (der eben­so gut „Mei­ne Mut­ter“ hei­ßen könn­te) vor al­lem die Schau­spie­ler. Als un­glück­li­che Mut­ter blitzt ihr tro­cke­ner Hu­mor zwar nur sel­ten durch, aber die wun­der­ba­re An­ke En­gel­ke kann au­ßer La­te-Night-Talk­show al­les. Mitt­ler­wei­le über­zeugt sie in dra­ma­ti­schen Rol­len ge­nau­so wie im ko­mi­schen Fach. Se­xy trotz Au­gen­rin­ge: Dem Mensch ge­wor­de­nen Wasch­bä­ren Jo­nas Dass­ler nimmt man die Rol­le des "I don't gi­ve a fuck"-Teenagers auch mit sei­nen 25 Jah­ren noch ab. Dass­ler ge­hört spä­tes­tens seit sei­nem Durch­bruch in „Der Gol­de­ne Hand­schuh“ zu den auf­re­gends­ten Thea­ter- und Film­schau­spie­lern sei­ner Ge­ne­ra­ti­on.

FAZIT

Ein ent­wick­lungs­ar­mes Road­mo­vie mit star­ken Schau­spie­lern.

INFOS ZUM FILM

Deutsch­land 2021
94 min
Re­gie Le­na Stahl
Ki­no­start 18. No­vem­ber 2021

al­le Bil­der © War­ner Bros. Pic­tures Ger­ma­ny