MEINE SCHRECKLICH VERWÖHNTE FAMILIE

Kinostart 12. Mai 2022

Die drei Kin­der des Ge­schäfts­man­nes Fran­cis Bar­tek glän­zen durch Faul­heit und ver­schwen­de­ri­schen Le­bens­stil. Statt et­was aus sich zu ma­chen, wer­fen sie lie­ber das Geld aus dem Fens­ter, das ihr Va­ter hart er­ar­bei­tet hat. Zeit, der Brut ei­ne Lek­ti­on zu er­tei­len.

Ta­lent bor­rows, ge­ni­us ste­als – wuss­te schon Os­car Wil­de. So ge­se­hen ist die fran­zö­si­sche Ko­mö­die „Mei­ne schreck­lich ver­wöhn­te Fa­mi­lie“ ein ge­nia­les Werk.

Die Par­al­le­len zu „Schitt’s Creek“ sind nicht zu über­se­hen. Der Un­ter­schied: In der preis­ge­krön­ten US-Se­rie ver­schlägt es ei­ne ehe­mals stein­rei­che Fa­mi­lie in ei­ne länd­li­che Klein­stadt, nach­dem sie tat­säch­lich ihr gan­zes Ver­mö­gen ver­lo­ren hat. Bei "Mei­ne schreck­lich ver­wöhn­te Fa­mi­lie" ist die un­frei­wil­li­ge Be­geg­nung mit (igitt) Ar­beit und (igitt­igitt) nor­ma­len Men­schen ei­ne in­sze­nier­te Leh­re fürs Le­ben. Der Va­ter dreht sei­nen drei schnö­se­li­gen Kin­dern den Geld­hahn nur vor­über­ge­hend zu. We­ni­ger Fall­hö­he, ei­ne Light-In­ter­pre­ta­ti­on von „Schitt’s Creek“ so­zu­sa­gen.

Ni­co­las Cu­ches Ko­mö­die ist sehr, sehr leich­te Kost und kippt oft ins Kla­mau­ki­ge. Die gu­ten Mo­men­te wer­den un­ter ei­nem Berg mä­ßig ko­mi­scher Flach­wit­ze ver­gra­ben. Im­mer­hin gibt die son­nig-süd­fran­zö­si­sche At­mo­sphä­re schon mal ei­nen klei­nen Vor­ge­schmack auf den Som­mer.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Pour­ris gâ­tés“
Frank­reich 2021
95 min
Re­gie Ni­co­las Cu­che

al­le Bil­der © TE­LE­POOL