Enie van de Meik­lok­jes (?) lädt fast täg­lich zum gro­ßen Ba­cken auf Sat 1, da war es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis sich der ers­te Ki­no­film des The­mas an­nimmt.

Sa­rah ver­un­glückt töd­lich mit dem Fahr­rad. Sie hin­ter­lässt ih­rer 19-jäh­ri­gen Toch­ter Cla­ris­sa ei­nen un­fer­ti­gen La­den in Not­ting Hill, in dem sie ei­gent­lich ei­ne Bä­cke­rei auf­ma­chen woll­te. Um die­sen Traum post­hum zu ver­wirk­li­chen, ver­bün­det sich Cla­ris­sa mit ih­rer Oma Mi­mi und der bes­ten Freun­din ih­rer Mut­ter, Isa­bel­la – drei Frau­en, drei Ge­ne­ra­tio­nen. Ge­mein­sam pla­nen sie ei­ne Konfiserie/​Konditorei zu er­öff­nen, wie es sie seit dem Ca­fé Stein­metz nicht mehr ge­ge­ben hat!

Ei­ne net­te Idee, doch lei­der geht „Love Sa­rah“ nicht auf. Viel­leicht war’s zu we­nig He­fe, zu viel Salz oder nicht aus­rei­chend Lie­be beim An­rich­ten: der Film schei­tert auf mehr Ebe­nen, als ein Mil­le-feuille Blät­ter­teig­schich­ten hat. Die Er­zäh­lung quält sich wie ein Knet­ha­ken durch zä­hen Teig, je­de Wen­dung bleibt vor­her­seh­bar, Hu­mor und Charme sind so rar wie gu­te Bröt­chen in Ber­lin.

Nicht ein­mal für ei­nen ge­schei­ten Food-Porn hat es ge­reicht. Die ei­gent­lich sinn­li­che Her­stel­lung der Tor­ten wird lieb­los ab­ge­han­delt, da hat schon der Vor­spann der Net­flix-Se­rie „Chef’s Ta­ble“ mehr Sex­ap­peal. Im­mer wie­der da­zwi­schen ge­schnit­te­ne Bil­der von Teil­chen auf Ku­chen­ta­bletts sind un­ge­fähr so auf­re­gend wie das Durch­swi­pen ei­nes In­sta­gram-Ac­counts zum The­ma "Ba­cken".

FAZIT

Schlech­ter Film mit gu­ten Schau­spie­lern und hüb­schem Not­ting-Hill-Set­ting.

Ori­gi­nal­ti­tel "Love Sa­rah"
GB / Deutsch­land 2020
98 min
Re­gie Eli­za Schroe­der
Ki­no­start 10. Sep­tem­ber 2020

2 Meinungen zu “LOVE SARAH – LIEBE IST DIE WICHTIGSTE ZUTAT

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