Na­zis auf dem Mond! Hit­ler lebt!
Film­ken­ner er­in­nern sich, das gab’s vor Jah­ren schon ein­mal im Ki­no. Ver­sprüh­te Iron Sky 2012 noch (mit viel gu­tem Wil­len be­trach­tet) den Charme des Ab­sur­den, so war es ei­gent­lich kaum mehr als ein mit­tel­mä­ßi­ges Trash-Film­chen – be­müht schräg und nur pseu­do-pro­vo­kant.

Ei­ne eher­ne Film­re­gel lau­tet: Se­quels müs­sen noch ei­nen drauf­set­zen – simp­le Na­zis auf dem Mond rei­chen al­so nicht mehr aus. Die­se Vor­ga­be toppt Iron Sky: The Co­ming Race mü­he­los. Die Be­dro­hung kommt dies­mal aus dem Erd­in­ne­ren in Ge­stalt von Ali­ens und Di­no­sau­ri­ern. Kon­se­quen­ter Hö­he­punkt des Hum­bugs: Adolf Hit­ler, der auf ei­nem T‑Rex na­mens Blon­die rei­tet.

Hät­te "Hol­mes & Wat­son" nicht schon ab­ge­räumt - Iron Sky: The Co­ming Race wä­re die­ses Jahr der An­wär­ter auf die „Gol­de­ne Him­bee­re“ für den schlech­tes­ten Film ge­we­sen. Nur ei­ne Ver­mu­tung, aber ge­nau das ge­hört wahr­schein­lich auch zum „kul­ti­gen“ Kal­kül der Ma­cher. Gähn.

FAZIT

Ei­ne Fort­set­zung, die die Welt nicht braucht, in­halt­lich und hand­werk­lich frag­wür­dig.
Klei­nes, ir­ri­tie­ren­des De­tail am Ran­de: die US-Prä­si­den­tin im Film ist, wie schon im Ori­gi­nal vor sie­ben Jah­ren, ei­ne Da­me na­mens Sa­rah Pa­lin. Das wirkt selt­sam ana­chro­nis­tisch und man fragt sich, wie lan­ge der Film wohl im Gift­schrank lag, be­vor er jetzt in die deut­schen Ki­nos kommt.

Finnland/​Deutschland/​Belgien, 2019
93 min
Re­gie Ti­mo Vuo­ren­so­la 
Ki­no­start 21. März 2019

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