Macht das In­ter­net dumm? Hö­ren die Men­schen bald ganz auf, Bü­cher zu le­sen und star­ren nur noch zom­bi­fi­ziert in ih­re Smart­phones?

„Zwi­schen den Zei­len“ ist ein fein be­ob­ach­te­tes, hin­ter­grün­di­ges Por­trät des Pa­ri­ser Li­te­ra­tur­be­triebs. Es geht um ver­letz­te Ei­tel­kei­ten, Af­fä­ren und Ge­heim­nis­se, al­te und neue Lieb­schaf­ten, in al­ler­ers­ter Li­nie aber um die ver­meint­li­chen Ge­fah­ren der Di­gi­ta­li­sie­rung. Im Kon­trast zur vir­tu­el­len Welt, zeigt Oli­vi­er As­say­as‘ Film haupt­säch­lich Men­schen im Ge­spräch. Wo­bei „haupt­säch­lich“ noch un­ter­trie­ben ist, denn es wird ge­re­det und ge­re­det, sehr viel ge­re­det. Und wie das bei ei­ner Dis­kus­si­on so ist, manch­mal ist sie lehr­reich, bes­ten­falls hat sie Witz, zwi­schen­durch kann sie aber auch an­stren­gend und pe­ne­trant wer­den. „Zwi­schen den Zei­len“ ist mit leich­ter Hand in­sze­niert und dank fran­zö­si­schem Flair un­ter­halt­sam an­zu­se­hen. Trotz Dau­er­la­be­rei.

FAZIT

Mit Ju­li­et­te Bi­no­che und Guil­laume Ca­net aus­ge­zeich­net be­setz­ter, klu­ger Film.

Ori­gi­nal­ti­tel "Dou­bles vies"
Frank­reich 2019
107 min
Re­gie Oli­vi­er As­say­as
Ki­no­start 06. Ju­ni 2019

Eine Meinung zu “ZWISCHEN DEN ZEILEN

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