Kurz vor dem Er­wach­sen­wer­den: Das Le­ben von sechs Freun­den soll nicht ge­nau­so vor­sor­tiert und kläg­lich wie das ih­rer El­tern ver­lau­fen. Des­halb grün­den sie ei­ne Schü­ler-WG und zie­hen ge­mein­sam ins Au­er­haus (be­nannt nach dem Mad­ness-Ti­tel „Our House“). Ei­ne Art Not­wehr­maß­nah­me ge­gen die dro­hen­de Ver­spie­ßung auf dem Dorf. Die Ta­ge sind ge­füllt mit Es­sen­klau­en, ge­mein­sa­men Ko­chen, Fe­der­ball­spie­len, Fei­ern und viel re­den. Vor al­lem mit ih­rem Kum­pel Frie­der, denn der ist de­pres­siv und muss vor sich selbst ge­ret­tet wer­den.

Nee­le Le­a­na Voll­mar ist mit „Au­er­haus“ ei­ne rund­um ge­lun­ge­ne Ro­man­ver­fil­mung ge­glückt. Die Re­gis­seu­rin er­zählt la­ko­nisch und ein­fühl­sam von Lie­be, Freund­schaft und Idea­lis­mus. Die ju­gend­li­chen Dar­stel­ler spie­len durch­weg glaub­haft, vor al­lem der als „Fack ju Göhte“-Proll be­kann­te Max von der Groe­ben über­rascht als sen­si­bler Selbst­mord­kan­di­dat Frie­der.

Aus­stat­tung und At­mo­sphä­re sind auf den Punkt. Der Film ist ei­ne Zeit­rei­se in die frü­hen 1980er-Jah­re, als die Haa­re noch un­ge­stylt aus dem Kopf wuch­sen, Han­dys Zu­kunfts­mu­sik wa­ren und mit ge­ra­de mal 18 Jah­ren al­les mög­lich schien.

FAZIT

Nicht pein­lich, nicht kit­schig – die bes­te deut­sche Ju­gend­buch­ver­fil­mung seit „Cra­zy“.

Deutsch­land 2019
107 min
Re­gie Nee­le Le­a­na Voll­mar
Ki­no­start 05. De­zem­ber 2019

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