21 BRIDGES

Als in New York bei einem Raubüberfall acht Polizisten erschossen werden, übernimmt Police Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) die Ermittlungen. Um die flüchtenden Mörder aufzuhalten, greift er zu einer außergewöhnlichen Maßnahme: Alle Zugänge, inklusive der 21 Brücken von und nach Manhattan werden gesperrt. 

„21 Bridges“ ist ein Film der vertanen Chancen. Wer ein „isoliertes Manhattan“-Szenario im Stil von John Carpenters „Die Klapperschlange“ erwartet, sieht sich enttäuscht. Für die Geschichte ist es völlig egal, ob die Insel abgeschottet wird oder nicht, jedenfalls macht der Film rein gar nichts aus seiner Idee. Unsinnige Drehbucheinfälle gibt es zuhauf. So zieht sich beispielsweise einer der Mörder während der Flucht um, rasiert sich den Bart ab und setzt eine Brille auf – er will sein mittlerweile stadtbekanntes Aussehen verändern – um nur eine Minute später durch besonders auffälliges Verhalten den ganzen Aufwand zunichtezumachen. Da fragt man sich: wozu?

Mit Milde betrachtet, ist „21 Bridges“ aber gar nicht so übel, wie die US-Kritik behauptet. Es wimmelt zwar von konstruierten Wendungen und Zufällen, doch lässt man das ganze im Nichts verpuffende Blendwerk weg, bleibt ein solider, durchaus spannender Police-Thriller.

FAZIT

Trotz des lieblos hingeschluderten Drehbuchs: actionreiche Unterhaltungsware.

Originaltitel „21 Bridges“
USA 2019
100 min
Regie Brian Kirk
Kinostart 06. Februar 2020

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