ANT-MAN AND THE WASP: QUANTUMANIA

ANT-MAN AND THE WASP: QUANTUMANIA

Kinostart 15. Februar 2023

Neu­es von der Kon­di­to­ren­zunft: Es gibt Hoch­zeits­tor­ten, mehr­stö­ckig, reich ver­ziert mit Zu­cker­guss und Mar­zi­pan, die se­hen gut aus, schme­cken aber nicht. Zu süß, zu mäch­tig, nach ei­nem Stück ist man papp­satt. Und dann gibt es ei­nen ehr­li­chen Ap­fel­ku­chen. Gu­ter Bo­den, et­was Ei­er­mas­se, Äp­fel. Fer­tig. Le­cker. Noch ein Stück bit­te. Back­werk und Mar­vel ha­ben mehr ge­mein­sam, als man denkt.

Com­pu­ter­ge­nerier­te Mär­chen­welt

Tha­nos ist seit AVEN­GERS END­GA­ME Ge­schich­te. Zeit für ei­nen neu­en Bö­se­wicht im MCU. Der heißt Kang der Er­obe­rer und sitzt seit Jah­ren un­frei­wil­lig im Quan­ten­reich fest. Nun will er raus, um wei­ter zu „er­obern“, was in sei­nem spe­zi­el­len Fall be­deu­tet, Mul­ti­ver­sen zu zer­stö­ren und Mil­li­ar­den Le­ben zu ver­nich­ten. Scott Lang ali­as Ant-Man (Paul Rudd) macht mit Freun­din Ho­pe Van Dy­ne (Evan­ge­li­ne Lil­ly), Toch­ter Cas­sie und den Schwie­ger­el­tern (Mi­chel­le Pfeif­fer und Mi­cha­el Dou­glas) ei­nen Fa­mi­li­en­aus­flug in die sub­ato­ma­re Welt, um das Schlimms­te zu ver­hin­dern.

Agier­ten die Mar­vel-Su­per­hel­den in Pha­se I noch in halb­wegs rea­len Set­tings, so ist da­von in der mitt­ler­wei­le fünf­ten Pha­se nicht mehr viel üb­rig. Au­ßer den ers­ten paar Mi­nu­ten spielt der neue ANT-MAN in ei­ner kom­plett com­pu­ter­ge­nerier­ten Mär­chen­welt. Könn­te auch ir­gend­wo im Wel­ten­raum sein. Er­wei­ter­tes Cross­over: STAR WARS und MAR­VEL ge­hö­ren zum all­mäch­ti­gen Dis­ney-Kon­zern. Das merkt man spä­tes­tens dar­an, dass sich QUAN­TU­MA­NIA scham­los im KRIEG DER STER­NE-Uni­ver­sum be­die­nen darf. Die Fan­ta­sy­ge­schöp­fe er­in­nern mit ih­ren Kos­tü­mie­run­gen an al­te Kan­ti­nen-Be­kann­te vom Pla­ne­ten Ta­tooi­ne.

ANT-MAN AND THE WASP: QUAN­TU­MA­NIA ist ein eher be­lang­lo­ser Bei­trag zum im­mer wei­ter ex­pan­die­ren­den MCU, der lärmt und blinkt und da­bei – wie ei­ne Hoch­zeits­tor­te – zwar ganz nett aus­sieht, aber von al­lem viel zu viel hat. Da sehnt man sich nach der ver­gleichs­wei­se simp­len Ap­fel­ku­chen-Welt der IRON-MAN-An­fän­ge zu­rück.

INFOS ZUM FILM

Ori­gi­nal­ti­tel „Ant-Man and the Wasp: Quan­tu­ma­nia“
USA 2023
125 min
Re­gie Pey­ton Reed

al­le Bil­der © Walt Dis­ney Stu­di­os Mo­ti­on Pic­tures Ger­ma­ny

Ant-Man and the Wasp

MACHT SPASS!

Scott Lang (Paul Rudd) – aka Ant-Man – lang­weilt sich zu To­de. Seit fast zwei Jah­ren ist er mit ei­ner elek­tro­ni­schen Fuß­fes­sel ans Haus ge­ket­tet. Aber nur noch we­ni­ge Ta­ge, dann ist er wie­der frei – vor­aus­ge­setzt er hält sich an die Auf­la­gen. So lan­ge kön­nen Dr. Pym (Mi­cha­el Dou­glas) und sei­ne Toch­ter Ho­pe (Evan­ge­li­ne Lil­ly) al­ler­dings nicht war­ten. Sie brau­chen sei­ne Hil­fe so­fort. Denn die seit Jah­ren im Quan­tum Re­alm (bit­te nicht fra­gen...) ver­schol­len ge­glaub­te Mut­ter von Ho­pe kann ge­ret­tet wer­den. Doch die Zeit ist knapp und Scott der ein­zi­ge, der mit Ja­net van Dy­ne (Mi­chel­le Pfeif­fer) Ver­bin­dung auf­neh­men und sie fin­den kann.

Ho­pe van Dy­ke ist "The Wasp". Al­so im Grun­de ein weib­li­cher Ant-Man. Wie der, hat auch sie ein coo­les Out­fit, mit dem sie sich (bzw. Fahr­zeu­ge, Salz­streu­er, Häu­ser oder PEZ-Spen­der) be­lie­big ver­klei­nern oder ver­grö­ßern kann. Au­ßer­dem kann sie flie­gen – ist ja schließ­lich ei­ne Wes­pe – und ver­steckt ein be­acht­li­ches Waf­fen­ar­se­nal in ih­rem An­zug. Al­so ei­ne mehr als eben­bür­ti­ge Part­ne­rin. Die Wi­der­sa­cher der Su­per­hel­den sind der fie­se Ge­schäfts­mann Son­ny Bur­ch (Walt­on Gog­gins) und Me­ta­we­sen Ghost (Han­nah John-Ka­men).

MACHART

Freun­de des per­fek­ten Ac­tion- und Pop­corn­ki­nos wer­den auch an die­sem neu­es­ten Werk aus dem MCU ih­ren Spaß ha­ben. Hu­mor, Ge­schich­te, Cast, Um­set­zung – al­les passt. Das Se­quel ist so­gar bes­ser als sein Vor­gän­ger "Ant-Man" und ei­ner der bis­lang un­ter­halt­sams­ten Mar­vel­fil­me über­haupt. Die Che­mie zwi­schen den Dar­stel­lern stimmt, die Dia­lo­ge sind wit­zig und Evan­ge­li­ne Lil­ly hat dies­mal so­gar ei­ne an­stän­di­ge Fri­sur (r.i.p. Pa­gen­kopf­pe­rü­cke).

Wie Ali­ce im Wun­der­land spielt die Ge­schich­te ge­schickt mit den ver­dreh­ten Ver­hält­nis­sen von groß und klein. Das ist aus­ge­spro­chen amü­sant und sehr kurz­wei­lig.

FAZIT

Tem­po­rei­cher Som­mer­block­bus­ter mit Herz und Hu­mor.

USA, 2018
Regie Peyton Reed
125 min
Kinostart 26. Juli 2018