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Wenn die Groß­el­tern "Om­ma" und "Op­pa" ge­nannt wer­den, dann weiß­te Be­scheid: Wir sind im Ruhr­pott, ge­nau­er ge­sagt Reck­ling­hau­sen, An­fang der 70er-Jah­re. Der 9‑jährige Hans-Pe­ter ist ein auf­ge­weck­tes Kerl­chen und hat das gro­ße Ta­lent, an­de­re zum La­chen zu brin­gen. Nicht von un­ge­fähr, ist er doch mit ei­ner aus­ge­spro­chen ex­al­tier­ten und fei­er­wü­ti­gen Ver­wandt­schaft ge­seg­net. Ei­ne Kind­heits­ge­schich­te über Ver­lust, Le­bens­mut und Op­ti­mis­mus, auf dem au­to­bio­gra­fi­schen Best­sel­ler Ro­man von Ha­pe Ker­ke­ling ba­sie­rend.

Os­car­preis­trä­ge­rin Ca­ro­li­ne Link („Nir­gend­wo in Afri­ka“, „Jen­seits der Stil­le“) er­zählt vol­ler Lie­be und mit gro­ßem Hu­mor, von dem klei­nen pum­me­li­gen Jun­gen, der zu ei­nem der be­kann­tes­ten En­ter­tai­ner Deutsch­lands wur­de. Der Jun­ge muss an die fri­sche Luft  be­rührt und hat den nö­ti­gen Tief­gang, ist al­so das ge­naue Ge­gen­teil von der gründ­lich miss­ra­te­nen Ker­ke­ling-Ro­man­ver­fil­mung "Ich bin dann mal weg".

Ei­ne Lo­bes­hym­ne auf Ju­li­us Weck­auf, der hier sein De­büt gibt: der Jun­ge ist ein ech­tes Ta­lent und stiehlt den er­wach­se­nen Schau­spie­lern mit sei­ner Un­be­fan­gen­heit die Show. Die prä­zi­se Re­gie, die stim­mungs­vol­len Bil­der von Ju­dith Kauf­mann und der er­freu­lich zu­rück­ge­nom­me­ne Filmscore von Ni­ki Rei­ser ma­chen Der Jun­ge muss an die fri­sche Luft zu ei­nem herz­er­wär­men­den Film mit viel Sinn für Lo­kal- und Zeit­ko­lo­rit.

FAZIT

Hu­mor­vol­le und an­rüh­ren­de Kind­heits­er­in­ne­rung mit ei­nem hin­rei­ßen­den Haupt­dar­stel­ler.

Deutsch­land, 2018 
Re­gie Ca­ro­li­ne Link
95 min 
Ki­no­start 25. De­zem­ber 2018

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