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Zain ist ge­schätz­te zwölf Jah­re alt, so ge­nau weiß das nie­mand, nicht ein­mal er selbst. Nun steht er vor Ge­richt, ver­klagt sei­ne El­tern, weil sie ihn auf die Welt ge­bracht ha­ben. In Rück­blen­den er­zählt der Film die Kind­heit des schein­bar chan­cen­lo­sen Jun­gen in den Ar­men­vier­teln von Bei­rut.

Wie schwer kann man sich ei­nen Film­dreh ma­chen? Auf ei­ner Ska­la von 1 bis 10 hat sich die li­ba­ne­si­sche Re­gis­seu­rin Na­di­ne La­baki für ei­ne 11 ent­schie­den: Kin­der, ja so­gar Ba­bys in den Haupt­rol­len und das Gan­ze an Ori­gi­nal­schau­plät­zen ge­dreht. So­was könn­te auch gründ­lich schief­ge­hen und mit ei­nem wa­cke­li­gen Vi­deo-Hand­ka­me­ralook zur Qual für den Zu­schau­er wer­den. Ganz an­ders hier. Die Bil­der sind poe­tisch-schön fo­to­gra­fiert und die – zum gro­ßen Teil – Lai­en­schau­spie­ler über­zeu­gen durch­weg. Der zur Dreh­zeit tat­säch­lich erst zwölf­jäh­ri­ge Zain Al Ra­feea spielt sei­ne Rol­le wahr­haft und un­glaub­lich prä­zi­se. Caper­na­um – Stadt der Hoff­nung ist ein be­ein­dru­cken­der Film vol­ler En­er­gie.

FAZIT

Die au­ßer­ge­wöhn­li­che Ge­schich­te ei­nes au­ßer­ge­wöhn­li­chen Jun­gen, der un­be­irrt ums Über­le­ben kämpft. Ein be­we­gen­des, rea­lis­ti­sches Dra­ma und ei­ne klei­ne Lek­ti­on in De­mut.

Li­ba­non, 2018
Re­gie Na­di­ne La­baki
123 min
Ki­no­start 17. Ja­nu­ar 2019

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