WICKED: TEIL 2
Ab 19. November 2025 im Kino
Es gibt einen einfachen Gund für den geteilten Release: Das Musical Wicked ist einfach zu vollgepackt. Zu viele Kostüme, zu viele Emotionen, zu viele Songs für einen einzigen Film. Jon M. Chu liefert die zweite Hälfte eines Projekts, das ein einziger, überlanger Film hätte sein können.
Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Elphaba (Cynthia Erivo) lebt im Exil und kämpft weiter gegen Ungerechtigkeit, während Glinda (Ariana Grande) im Smaragdpalast zur Symbolfigur des Guten wird – sehr zur Freude der politischen Machthaber von Oz. Zwischen beiden schwebt noch der Wunsch nach Versöhnung, doch das System braucht klare Feinde.
Während man den endlosen Gesangseinlagen lauscht und der simplen Handlung folgt, fragt man sich: Warum sieht das alles so scheußlich aus? Flaches Licht wie in einer TV-Soap, glattgebügelte Oberflächen: Nicht nur die schlecht animierten Tiere wirken, als wären sie direkt aus dem Computer gefallen. Auch bei Ariana Grande sind die Beauty-Filter auf Anschlag gedreht.
Doch Optik ist nicht alles. Entscheidend ist die Chemie zwischen Erivo und Grande – und die funktioniert. Besonders in Momenten, in denen leise Ironie oder ein Hauch von Leichtigkeit aufkommt. Die Songs hingegen bleiben auch diesmal ohne großen Wiedererkennungswert – ein Hit, der nach dem Film im Ohr bleibt, ist nicht dabei.
Ohne den gewaltigen Hype bleibt ein klassischer, aufwendig produzierter Musicalfilm. Solide gespielt, mit ein paar netten Ideen, aber weit entfernt von einem Erlebnis, das nachhaltig Eindruck hinterlässt. WICKED: TEIL 2 ist groß, zuckersüß und überladen – Eigenschaften, die zum Genre gehören wie Glitzer zum Zauberstab. Wer ein Musical besucht, weiß, worauf er sich einlässt. Den Fans hat es gefallen: Bei der gut besuchten Pressevorführung gab es mehrfach Szenenapplaus.
INFOS ZUM FILM
Originaltitel „Wicked: For Good“
USA 2025
138 min
Regie Jon M. Chu
alle Bilder © Universal Pictures International Germany






















































