Vier Ga­no­ven las­sen nach ei­nem gründ­lich miss­glück­ten Raub­über­fall ih­re Ehe­frau­en als Wit­wen zu­rück. Um die noch aus­ste­hen­den Schul­den bei ei­nem ver­fein­de­ten Gangs­ter zah­len zu kön­nen, neh­men Ve­ro­ni­ca (Vio­la Da­vis), Lin­da (Mi­chel­le Ro­dri­guez), Ali­ce und Bel­le ihr Schick­sal in die ei­ge­nen Hän­de und pla­nen ei­nen Coup.

Fast ent­täu­schend, dass sich Os­car­preis­trä­ger Ste­ve Mc­Queen nach sei­nem gran­dio­sen „12 Ye­ars a Slave“ gan­ze fünf Jah­re Zeit liess, um nun mit die­ser klei­nen Fin­ger­übung in die Ki­nos zu­rück­zu­keh­ren.
In Wi­dows wird die be­kann­te Ge­schich­te vom „he­ist“, dem per­fekt ge­plan­ten Raub, neu in­ter­pre­tiert:
Frau­en über­neh­men das Kom­man­do. Wie schon „Ocean’s 8“ liegt Wi­dows da­mit voll im #me­too-Trend.
Et­was ge­nau­er hin­ge­schaut, er­zählt der Film aber we­ni­ger die Ge­schich­te von wo­men of co­lor und ih­rem Weg zu Stär­ke und Selbst­be­stimmt­heit, son­dern die der ul­ti­ma­ti­ven Gleich­stel­lung: Frau­en kön­nen ge­nau­so bru­tal und skru­pel­los wie Män­ner sein. Aha.

FAZIT

Wi­dows – Töd­li­che Wit­wen - zehn Mi­nus­punk­te für den idio­ti­schen deut­schen Ti­tel – ist ein sty­lish ge­dreh­ter, nicht ge­ra­de welt­be­we­gen­der Thril­ler. Ge­ho­be­ne Kon­fek­ti­ons­wa­re.

USA, 2018
Re­gie Ste­ve Mc­Queen
130 min
Ki­no­start 06. De­zem­ber 2018

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