Lu­cas, der ir­ri­tie­ren­der­wei­se wie die er­wach­se­ne Ver­si­on von Heint­je aus­sieht, lebt noch bei sei­ner Mut­ter, ob­wohl er schon lo­cker Mit­te 20 ist. Die ist Kriegs­ve­te­ra­nin (Ash­ley Judd, sel­ten war ei­ne Rol­le fehl­be­setz­ter) und hat, wie ihr Sohn, ein gro­ßes Herz für Tie­re. Da passt es gut, dass Lu­cas’ Hob­by die Ret­tung von her­ren­lo­sen Kat­zen und Hun­den ist. So ge­rät er an Bel­la, ei­nen nied­li­chen Rott­wei­ler­wel­pen. Die bei­den wer­den ein Paar.
We­gen kom­pli­zier­ter (und un­in­ter­es­san­ter) Um­stän­de – es hat et­was mit ei­nem städ­ti­schen Ge­setz zu tun, das ver­bie­tet, Rott­wei­ler auf die Stra­ße zu las­sen, wes­halb Mut­ter und Sohn um­zie­hen müs­sen – wird Bel­la für ein paar Ta­ge zu Freun­den aufs Land ge­ge­ben. Das kann sie beim bes­ten Wil­len nicht ver­ste­hen und be­schließt – in al­ter Las­sie-Tra­di­ti­on – wie­der zu­rück nach Hau­se, zu ih­rem Herr­chen zu lau­fen.
Die Rei­se dau­ert über zwei Jah­re. Un­ter­wegs durch­lebt und ‑lei­det Bel­la al­ler­hand Aben­teu­er. So trifft sie un­ter an­de­rem auf ei­ne (of­fen­sicht­lich com­pu­ter­ani­mier­te) Wild­kat­ze, mit der sie sich ei­ne zeit­lang an­freun­det.
Zwi­schen­durch wird Bel­la von ei­nem schwu­len Paar ad­op­tiert, aber ih­re Sehn­sucht nach Heint­je Lu­cas ist so groß, dass sie (un­ver­ständ­li­cher­wei­se) aus dem sehr ge­schmack­vol­len Haus der bei­den Män­ner, in dem sie auch noch mit Lie­be über­schüt­tet wird, aus­büxt. Das ver­ste­he, wer will – aber wer kann schon in ei­nen Hun­de­kopf schau­en?

Die un­glaub­li­chen Aben­teu­er von Bel­la ist ein Film, der Fra­gen auf­wirft.
War es die Idee von Re­gis­seur Charles Mar­tin Smith oder war es ei­ne nach den Test­scree­nings ge­fäll­te Ent­schei­dung, Bel­la ei­ne Stim­me zu ge­ben? Es ist nun nicht so, dass die Hün­din, wie sei­ner­zeit Schwein­chen Ba­be, die Lip­pen be­wegt und wirk­lich spricht, aber man hört stän­dig ih­re Ge­dan­ken. Und die sind nicht be­son­ders tief­grün­dig. Da­bei ist es wis­sen­schaft­lich er­wie­sen, dass Hun­de hoch­in­tel­li­gent sind. Bel­la hin­ge­gen scheint nicht die hells­te Ker­ze auf der Tor­te zu sein. In der Ori­gi­nal­ver­si­on spricht Bryce Dal­las Ho­ward er­schüt­ternd ba­na­le Sät­ze mit ei­ner solch ner­vi­gen Nai­vi­tät ein, dass man sich sehn­lichst wünscht, die­sen Teil der Ton­spur stumm stel­len zu kön­nen. Viel­leicht ret­tet es ja dies­mal die deut­sche Syn­chro­ni­sa­ti­on.

Un­be­ant­wor­tet bleibt auch die Fra­ge, was mit dem Ge­sicht von Ash­ley Judd pas­siert ist und ob sie ih­ren Schön­heits­chir­ur­gen er­folg­reich ver­klagt hat.

FAZIT

Kann sein, dass SEHR klei­ne Kin­der an Die un­glaub­li­chen Aben­teu­er von Bel­la ih­ren Spaß ha­ben.

USA, 2018
95 min
Re­gie Charles Mar­tin Smith
Ki­no­start 24. Ja­nu­ar 2019

Eine Meinung zu “Die unglaublichen Abenteuer von Bella

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